Edenkoben – Schloss Villa Ludwigshöhe präsentiert sich seinen Besucherinnen und Besuchern in neuem Glanz. Nach Vollendung des letzten Bauabschnitts wurde das imposante Bauwerk nach fünfjähriger Schließung feierlich wiedereröffnet. Die einstige Sommerresidenz von König Ludwig I. von Bayern präsentiert sich als barrierefreier Kulturort mit historischem Charme, neuen Ausstellungen und neuer inhaltlicher Ausrichtung. Die Eröffnung wurde im Rahmen des beliebten Schlossfestes zu Ehren König Ludwigs I. gefeiert – mit Musik von Stipendiatinnen der Villa Musica, Unterhaltung, Genussständen und Big Band.

„Rheinland-Pfalz ist ein Kulturland. Kunst und Kultur verbinden uns, sind unverzichtbarer Teil unserer Gesellschaft und prägen unser Zusammenleben. Mit der Wiedereröffnung von Schloss Villa Ludwigshöhe gewinnt Rheinland-Pfalz ein kostbares Juwel zurück, das Geschichte und Kunst, aber auch Genuss und Lebensfreude auf einzigartige Weise vereint. Zusätzlich wird die Villa Ludwigshöhe nicht nur ein Ort der Begegnung und der kulturellen Bildung sein, sondern auch Impulse für nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung geben. Ein kulturelles Aushängeschild mit viel Potential für die ganze Region.“

Ministerpräsident Alexander Schweitzer

Im Mittelpunkt der Neuausrichtung steht das Motto „La Dolce Vita in der Pfalz“. Es verweist auf Ludwigs Sehnsucht nach Italien und die besondere Leichtigkeit der Pfalz – ein Konzept, das sich in Architektur, Kunst, Gastronomie und im Veranstaltungsprogramm widerspiegelt.

Prinzregent Luitpold von Bayern Brunnen (Foto: Holger Knecht)

„Das kulturelle Erbe unseres Landes lebt durch solche Orte. Die Villa wird künftig nicht nur Ausstellungen und Konzerte beherbergen, sondern auch gesellschaftliche Debatten aufgreifen – kulturell und regional verankert, mit europäischer Perspektive. Ich bin froh, dass das Land in die Sanierung dieses einzigartigen Ortes so entschlossen investiert hat, der ganz klar die pfälzische Identität prägt.“

der für das kulturelle Erbe zuständige Innenminister Michael Ebling

„Mit der nun fertiggestellten Sanierung konnten das Dach, die Fenster- und Fassade umfangreich und denkmalgerecht instandgesetzt werden. Ein wichtiger Schwerpunkt der Sanierung waren außerdem die Barrierefreiheit der gesamten Anlage und die Verbesserung des Brandschutzes.“

Bauministerin Doris Ahnen

Auch die Außenanlagen wurden umfassend neugestaltet und instandgesetzt – einschließlich des Luitpold-Brunnens, den erstmals seit Jahrzehnten wieder ein bronzenes Reh schmückt. Angelegt wurde zudem eine Obstwiese mit alten Obstbaumsorten.

Blick vom Schloss Villa Ludwigshöhe (Foto: Holger Knecht)

„Wir verstehen Schloss Villa Ludwigshöhe als kulturelles Zentrum in der Pfalz. Mit neuen Ausstellungskonzepten, zeitgenössischer Kunst, lebendiger Vermittlung und dem Ausbau internationaler Kooperationen und der regionalen Vernetzung schaffen wir einen Ort für alle Generationen.“

Dr. Heike Otto, Generaldirektorin der GDKE

Schloss Villa Ludwigshöhe präsentiert sich künftig als vielseitiger Kulturstandort mit drei inhaltlich klar profilierten Bereichen:

Im Gewölbekeller lädt die renommierte Keramiksammlung Hinder-Reimers mit Ausstellungen und Matineen zur künstlerischen Auseinandersetzung ein – künftig auch verstärkt im Dialog mit den Werken talentierter und moderner Keramikkünstlerinnen und -künstler.

Die Galerie im Obergeschoss, ehemals Slevogt-Galerie, zeigt künftig wechselnde Sonderausstellungen. Das Spektrum reicht von Pfälzer Malerei über kulturhistorische Themen bis zu moderner Kunst. Die ersten Ausstellungen nach der Wiedereröffnung setzen bereits starke inhaltliche Akzente.

Den Auftakt macht „Spuren, Schätze, Sagen – Burgen am Oberrhein“, die Begleitausstellung zum Interreg-Projekt Burgen am Oberrhein, die in Kooperation mit den Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg (SSG) und der Collectivité européenne d’Alsace (CeA) entstanden ist.  

Zwar werden auch weiterhin Werke von Slevogt und verwandten Künstlern sowie Pfälzer Malern in der Villa Ludwigshöhe zu sehen sein, allerdings soll Slevogt vorrangig im Landesmuseum Mainz gezeigt werden, wo sich auch das Slevogt-Archiv befindet.

Die historischen Schlossräume präsentieren sich in Teilen erstmals wieder im Stil der beiden wichtigsten königlichen Nutzungsphasen (um 1850 und um 1900). Authentische und teils restaurierte Interieurs und teils rekonstruierte Wandfassungen sowie neue Vermittlungskonzepte lassen die Geschichte des Hauses lebendig werden.

Zur Umsetzung des Präsentationskonzeptes wurden umfangreiche Forschungs-, Sanierungs- und Restaurierungsarbeiten durchgeführt. Sie betreffen sowohl die Geschichte der Villa Ludwigshöhe, deren Raumgestaltung – also Wand-, Decken und Bodenfassungen – als auch das historische Inventar. Der Großteil des eindrucksvollen historischen Mobiliars ist bis heute im Eigentum des Wittelsbacher Ausgleichsfonds und prägt als Dauerleihgabe entscheidend das prachtvolle Erscheinungsbild der Schlossräume.


Quelle: Ministerium des Innern und für Sport