Landau – Am Samstag, 17. Januar 2026, beeindruckten sechs junge Nachwuchssängerinnen und -sänger in der Jugendstil-Festhalle mit außergewöhnlicher Stimmgewalt das Publikum. Im Rahmen des Konzertes „SWR Kultur Junge Opernstars“ sangen sie um die Gunst der Zuhörerinnen und Zuhörer. Am Ende überzeugten Anja Mittermüller und Oleh Lebedyev das Publikum und sicherten sich den Emmerich Smola Förderpreis 2026 – einen der höchstdotierten Musikpreise, gestiftet von der Sparkasse Südpfalz. 

Oberbürgermeister Dr. Dominik Geißler und Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Südpfalz, Svend Larsen, überreichten den Preisträgern unter großem Applaus die Auszeichnungen. 

Musikalisch begleitet wurde der Konzertabend von der Deutschen Radio Philharmonie unter der Leitung von Dirigent Guillermo García Calvo. Das Orchester vergab auch in diesem Jahr den Orchesterpreis, der an Anja Mittermüller ging. Markus Brock moderierte erneut souverän den spannenden Abend. 

Auch die weiteren Mitbewerber gingen nicht mit leeren Händen nach Hause: Sie erhielten jeweils einen Anerkennungspreis in Höhe von je 1.000 €, gestiftet von der Paul und Yvonne Gillet-Stiftung.

Der Emmerich Smola Förderpreis wurde bereits zum 21. Mal vergeben, Ministerpräsident Alexander Schweitzer übernahm auch in diesem Jahr die Schirmherrschaft. 


Zu den Gewinnern: 

Anja Mittermüller

Die 2003 geborene Österreicherin studiert an der Musikhochschule Hannover bei Marek Rzepka. Meisterkurse besuchte sie bei Brigitte Fassbaender, Sir András Schiff u.a. Gemeinsam mit ihrem Duo-Partner Richard Fu erhielt sie den 1. Preis beim Wigmore Hall/Bollinger International Song Competition 2024 und ging als jüngste Gewinnerin in die Geschichte des Wettbewerbs ein. 

Sie debütierte bei der operklosterneuburg in Verdis „La forza del destino“ sowie als Liedsängerin im Wiener Konzerthaus. Anja war gemeinsam mit Robert Holl in Schubertiaden in Dürnstein und Atzenbrugg zu hören. 2024 war sie mit Mozarts Requiem zu erleben und gab ihr Debüt im Wiener Musikverein. 2025 sang sie bei den Bregenzer Festspielen in Rossinis „La Cenerentola“.

Demnächst singt sie Bachs „Magnificat“ und Bruckners „Te Deum“. Liederabende führen sie zum Heidelberger Frühling, zum Eppaner Liedsommer und zu :alpenarte Schwarzenberg.

Oleh Lebedyev

Der 1995 geborene Absolvent der Nationalen Musikakademie der Ukraine Kiew ergänzte seine Ausbildung durch Meisterkurse bei Plácido Domingo, Carlo Rizzi, Stefano Montanari, Carlos Chausson, Eytan Pessen und Raúl Gimenez. 

2019–21 war er Mitglied des Centre Perfeccionament Plácido Domingo in Valencia, 2021–23 im Opernstudio NRW. Zu seinem Repertoire zählen Almaviva, Dancaïro, Dandini, Malatesta und Belfiore. Gastspiele führten ihn nach Madrid, Essen, Bonn, Dresden, Düsseldorf, Wuppertal, Essen, St. Margarethen und Glyndebourne.

2021 gewann er den Sonderpreis des Teatro Real beim Concorso Lirico Ottavio Ziino, 2022 den 1. Preis der Premiere Opera Foundation, 2023 den Sonderpreis der Semperoper Dresden beim Belvedere-Wettbewerb sowie 2024 den Eva-Kleinitz-Preis in Portofino und den Engagement-Preis beim IVC ’s-Hertogenbosch. 2026 ist er als Belcore in „L’elisir d’amore“ am Stadttheater Klagenfurt zu erleben.

Interessierte, die den Konzertabend verpasst haben, können sich den Film mit den Höhepunkten des Konzertes ab dem 15. Februar in der ARD-Mediathek anschauen. Das gesamte Konzert ist bereits jetzt als Video on demand auf youtube.com/@ARDKlassik verfügbar.

Quelle: Stadtholding Landau in der Pfalz