Edenkoben – Sehnsucht Pompeji. Ludwig I. und seine Leidenschaft für die Antike – so heißt die neue Ausstellung auf Schloss Villa Ludwigshöhe, die Staatssekretärin Simone Schneider am 13.03.2026 feierlich eröffnet hat.
Die Schau spannt den Bogen von der Pfalz und Bayern in die antike Stadt Pompeji. Im Mittelpunkt steht der bayerische König Ludwig I., der aufgrund seiner Faszination für Italien und die Antike von 1846 bis 1852 den Sommersitz Villa Ludwigshöhe bei Edenkoben (Landkreis Südliche Weinstraße) als Ausdruck seines klassizistischen Kunstideals errichten ließ. Nahezu zeitgleich beauftragte Ludwig I. auch das Pompejanum in Aschaffenburg, den Nachbau einer römischen Villa im Stile eines Hauses aus Pompeji.
„Ludwig I. hat die Antike nicht nur bewundert. Sie war ihm auch Inspirationsquelle für Architektur, Kunst und Identität. Mit der Villa Ludwigshöhe in der Pfalz und dem Pompejanum im bayerischen Aschaffenburg schuf er zwei Orte, die seine Begeisterung für Pompeji bis heute erlebbar machen. Die Ausstellung führt diese Orte erstmals in einem gemeinsamen kulturhistorischen Kontext zusammen. Ein Highlight, das wunderbar zum Motto der Villa Ludwigshöhe – La Dolce Vita in der Pfalz – passt.“
Staatssekretärin Schneider
Die neue Ausstellung ist vom 14. März bis 11. Oktober 2026 für Besucherinnen und Besucher geöffnet. Sie erstreckt sich über insgesamt zwölf Räume im Obergeschoss, in der Galerie und im Erdgeschoss der historischen Räume von Schloss Villa Ludwigshöhe, das durch die Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE) verwaltet wird. Thematisiert werden neben der Entstehungsgeschichte der beiden königlichen Bauwerke auch die antike Stadt Pompeji, ihr Untergang im Jahr 79 n. Chr., ihre Wiederentdeckung sowie aktuelle archäologische Forschungen. Ein Schwerpunkt liegt auf der pompejanischen und neopompejanischen Wandmalerei sowie auf jenen Künstlern und Restauratoren des 19. Jahrhunderts, die im Auftrag Ludwigs I. seine Vorstellungen von Antike gestalterisch umsetzten.
„Unser Ziel war es, die beiden Bauwerke Schloss Villa Ludwigshöhe und Pompejanum in einen größeren Zusammenhang einzuordnen. Die Ausstellung verbindet Baugeschichte, Kunstgeschichte und Archäologie zu einem geschlossenen Gesamtbild und zeigt, wie sehr Ludwig I. von Pompeji fasziniert war – bis hin zu seinen eigenen dichterischen Reflexionen.“
Dr. Heike Otto, Generaldirektorin der GDKE
Zu den besonderen Leihgaben in der Ausstellung zählen unter anderem ein Modell des Hafens von Pompeji aus der Antikensammlung der Universität Leipzig, vier originale Entwurfszeichnungen von Adalbert Hock aus den Museen der Stadt Aschaffenburg sowie 16 Objekte des römischen Stadtlebens des 1. Jahrhunderts n. Chr. aus dem Rheinischen Landesmuseum Trier. Hinzu kommen 23 Reproduktionen von Zeichnungen auf neun Präsentationstischen der Bayerischen Verwaltung der staatlichen Schlösser, Seen und Gärten.
Quelle: Ministerium des Innern und für Sport




