Landau – Ein Programm mit zahlreichen Mitmach-Formaten lädt Bürger am 20. Mai ganztags zum Landauer Demokratiefest ein. Die Veranstaltung ist kostenlos und wird organisiert von der Koordinationsstelle Ehrenamt der Stadt Landau in Zusammenarbeit mit Verwaltung, Kommunalpolitik, Schulen, der Universität und Vereinen.

Unter dem Motto „Informieren, Mitreden, Mitgestalten“ veranstaltet die Stadt Landau gemeinsam mit zahlreichen lokalen Initiativen, Vereinen, Schulen und Institutionen ein Demokratiefest in der Innenstadt. Am Mittwoch, den 20. Mai 2026, verwandeln sich der Rathausplatz sowie weitere Standorte im Herzen Landaus wie das Rathaus, das Areal rund um die Stiftskirche, das Justizgebäude, das Max-Slevogt- sowie das Otto-Hahn-Gymnasium ab 9:00 Uhr in lebendige Orte des Austauschs, der Bildung und des Engagements. Alle Angebote sind kostenfrei zugänglich.

Ziel ist es, demokratische Werte erlebbar zu machen, zur aktiven Beteiligung zu ermutigen und den direkten Dialog zwischen Bevölkerung, Politik und Verwaltung zu fördern.

Vielfältige Mitmachangebote und Austauschformate

Im Zentrum des Events stehen interaktive Formate, die zum Mitdenken und Mitdiskutieren einladen. Auf dem Rathausplatz präsentieren sich verschiedene Organisationen mit Aktionsständen – darunter Mitmach-Stationen, Spiele, Informationsangebote und niedrigschwellige Gesprächsformate. Vor Ort präsent sind beispielsweise Ansprechpersonen der RPTU mit der Friedensakademie, dem Frank-Loeb- Institut und dem Allgemeinen Studierendenausschuss ASTA. Oder auch Vereine, die sich für Vielfalt und ein brückenbauendes Miteinander einsetzen wie der Verein für Toleranz und Menschlichkeit (TOM), die Melde- und Informationsstelle Antiziganismus Rheinland-Pfalz (MIA), der Club Behinderter und ihrer Freunde Südpfalz, die deutsch-französische Gesellschaft sowie die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit und viele andere mehr.

Generationenübergreifend führen die Omas gegen Rechts Zeitzeugengespräche mit Schülern über Kriegserfahrungen, Flucht oder Frauenrechte. Einblicke in Rechte und Pflichten bei Versammlungen oder Meinungsäußerung im digitalen Raum gibt das Diskussionsforum „Diskutieren, Demonstrieren. Kommentieren. – Wo liegen die Grenzen der Freiheit?“. Beim Speed-Dating von Schülern mit Akteuren aus Stadtverwaltung und Politik entstehen kurze, persönliche Gespräche über politische Entscheidungsprozesse sowie über innerstädtische Beteiligungsmöglichkeiten. Ergänzt wird dieses Angebot durch eine offene Bürgersprechstunde des Oberbürgermeisters.

Planspiele und Workshops: Demokratie erleben

Ein umfassendes Angebot an Planspielen und Workshops greift zudem aktuelle gesellschaftliche Fragen auf und ermöglicht insbesondere Jugendlichen sowie Fachkräften einen praxisnahen Zugang zu demokratischen Prozessen:

Im Planspiel „Bürgerforum Mallheim – Wirtschaft oder Umwelt?“ befassen sich die Schüler mit Zielkonflikten politischer Entscheidungen rund um den Bau eines Einkaufszentrums. Angebote wie etwa „Was ist Antiziganismus?“, „Queer History“ oder „Migration und Perspektiven“ fördern die Auseinandersetzung mit Diskriminierung und gesellschaftlicher Vielfalt. Und der Workshop „Konflikte – Zivilcourage – im Gespräch bleiben“ nimmt gezielt die Diskussion polarisierender Themen sowie den wertschätzenden Umgang damit in den Blick.

Auch kreative Formate sind vertreten: Ein Schauspiel zu „Meinungsfreiheit vs. Persönlichkeitsrechte“ bringt ein reales Fallbeispiel im Gericht auf die Bühne, im Workshop „Don’t stop Motion“ erforschen die Teilnehmer anhand des gleichnamigen Films ihre eigene Haltung zum Thema Flucht und Migration und ein Live-Podcast beschäftigt sich mit Wünschen an die Demokratie. Diverse Quiz‘, Spiele und Rollenspiele erfragen zudem politisches Wissen oder geben Impulse zum Thema soziale Ungleichheit.

Ausstellungen und Führungen: Demokratie entdecken und reflektieren

Ergänzend zu den Mitmachangeboten laden mehrere Ausstellungen, Führungen und Spaziergänge dazu ein, sich in Bewegung oder stehend mit demokratischen Themen auseinanderzusetzen. Die Thomas-Nast-Grundschule malt Demokratie, eine Ausstellung setzt sich mit deutsch-französischen Versöhnungsarbeitauseinander und Schüler:innen des Evangelischen Trifels-Gymnasiums präsentieren Skulpturen, Porträts und Schriften zu „Gesichtern der Demokratie“.

Junior Memory Guides des Max-Slevogt-Gymnasiums bieten Führungen zur Frauengeschichte in Landau an, eine Stadtführung zu Thomas Nast beschäftigt sich mit Demokratie in der politischen Karikatur. Schließlich geht es bei einem Zoorundgang um die Frage, welche Rolle die Demokratie bei der Erhaltung der biologischen Vielfalt spielt. Demokratie nah erleben gelingt außerdem auf Stadtspaziergängen zur Bürgerbeteiligung. 

Gemeinsam für eine lebendige Demokratie

Das Landauer Demokratiefest versteht sich insgesamt als eine bunte Plattform für Engagement, Austausch und Begegnung. Es zeigt die Vielfalt demokratischer Beteiligungsmöglichkeiten auf und ermutigt, eigene Perspektiven einzubringen.

„Das Landauer Demokratiefest, das bereits zum zweiten Mal stattfindet, lebt vom Engagement aller Beteiligten aus Politik, Stadtverwaltung, Vereinen und Schulen. Gemeinsam schaffen wir Räume, in denen Demokratie konkret erfahrbar wird und Bürger verschiedenster Kulturen und Generationen miteinander ins Gespräch kommen – gerade für junge Menschen ist das ein wichtiger Impuls zur Mitgestaltung unserer Gesellschaft“,

betont die Ehrenamtsbeauftragte Angelika Kemmler, die die Veranstaltung federführend organisiert.

Detaillierte Informationen zum Programm sowie zur Anmeldung für einzelne Angebote sind verfügbar unter: https://engagement-landau.de/demokratietag/

Quelle: Engagement Landau – aktiv, vielfältig, lebendig