Germersheim – Der Rhein zeigt sich derzeit von einer ungewöhnlichen Seite. Wer am Freitag, 14. August 2026, in Leimersheim, Sondernheim und Germersheim unterwegs war, konnte deutlich sehen, wie weit sich der Strom zurückgezogen hat. Sand- und Kiesflächen liegen frei, Uferbereiche sind sichtbar, die Strömung wirkt vielerorts schmaler als gewohnt.

Das anhaltende Niedrigwasser ist die Folge der außergewöhnlichen Trockenheit der vergangenen Wochen. Auch an anderen Rheinabschnitten werden derzeit extrem niedrige Wasserstände registriert.

Auch am Oberrhein ist die Situation angespannt. Der für den Bereich bei Karlsruhe wichtige Pegel Maxau liegt derzeit deutlich unter dem für die Schifffahrt maßgeblichen Gleichwertigen Wasserstand von 372 Zentimetern. Die niedrigen Wasserstände wirken sich insbesondere auf die Schifffahrt aus: Frachtschiffe können wegen der geringen Wassertiefe ihre Ladekapazität teilweise nicht ausschöpfen.

Für Spaziergänger und Fotografen eröffnet das Niedrigwasser dagegen einen ungewöhnlichen Blick auf den Rhein. Bereiche, die normalerweise vom Wasser bedeckt sind, werden sichtbar. Kiesbänke treten hervor und geben dem Strom ein ungewohntes Erscheinungsbild.

Damit bleibt der Rhein auch in den kommenden Tagen ein ungewöhnlicher Anblick. In Leimersheim, Sondernheim und Germersheim zeigt sich derzeit eindrucksvoll, wie sehr sich ein großer Strom verändern kann, wenn über längere Zeit nicht regnet.


Videos: Holger Knecht

Quelle: Treffpunkt-Pfalz