Mainz – Das Pilotprojekt „Kultur auf die 1″ ist erfolgreich gestartet. Es ist die erste konkrete Maßnahme aus dem Koalitionsvertrag, die das Ministerium in diesem Bereich umgesetzt hat.

Wie eine erste Zwischenauswertung zeigt, haben in den rheinland-pfälzischen Sommerferien rund 28.000 Kinder und Jugendliche eine der beteiligten Kultureinrichtungen besucht – ein Zuwachs von rund 12 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Besonders bemerkenswert: Der Anstieg gelang trotz Rekordtemperaturen und langer Hitzeperioden, die die Besucherzahlen an vielen Einrichtungen sonst um bis zu 30 Prozent niedriger ausfallen lassen.

„Genau zum Ferienstart haben wir mit ‚Kultur auf die 1′ ein wichtiges Signal gesetzt: Kultur soll für alle Kinder und Jugendlichen selbstverständlich zugänglich sein, unabhängig vom Geldbeutel der Eltern. Die ersten Zahlen zeigen, dass dieses Angebot sehr gut ankommt und das ausgerechnet in einem Sommer, in dem die Hitze vielen Familien sonst einen Strich durch die Rechnung gemacht hat. Das ist ein starkes Zeichen für kulturelle Teilhabe in Rheinland-Pfalz.“

Kulturminister Sven Teuber

Vom 26. Juni bis 9. August 2026 erhielten Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren erstmals kostenfreien Eintritt in landeseigene Liegenschaften sowie die drei Landesmuseen in Mainz, Trier und Koblenz. Insgesamt beteiligten sich 16 Einrichtungen an dem Pilotprojekt, darunter die Landesmuseen in Mainz, Koblenz und Trier, die Festung Ehrenbreitstein, der Antike-Park Trier mit Porta Nigra und Amphitheater sowie zahlreiche Burgen und Schlösser wie Trifels, Nanstein, Sooneck und Stolzenfels.

Ziel des Pilotprojekts war es, mehr Kindern und Jugendlichen den Zugang zu Kultur zu ermöglichen. Die vorläufigen Zahlen zeigen: Das gelingt. Vor der Aktion kamen viele Kinder und Jugendliche vor allem im Rahmen eines Familienausflugs mit Familienticket in die Einrichtungen. Mit dem kostenfreien Eintritt konnten sie 2026 nun deutlich häufiger ganz eigenständig mit einem eigenen Ticket kommen – zum Beispiel mit Freunden und unabhängig davon, ob die Eltern mitkommen oder ein Familienticket kaufen. Insgesamt kamen so mehr junge Menschen in die Einrichtungen als im Vorjahr.

Die Ergebnisse werden in den kommenden Monaten genauer ausgewertet. Auf dieser Grundlage will das Ministerium entscheiden, wie es mit dem Angebot weitergeht und ob und in welcher Form „Kultur auf die 1" dauerhaft etabliert werden kann.

Quelle: Ministerium für Kommunen, Bauen, Wohnen und Kultur