Nierstein – Rund 120 Gäste aus Ehrenamt, Politik, Kultur, Tourismus, Wirtschaft und Verwaltung haben am 1. September 2026 am KuLaDig-Netzwerktreffen Rheinland-Pfalz im Weingut Raddeck in Nierstein teilgenommen.

Im Mittelpunkt standen der Austausch über die Digitalisierung und die Zukunft des kulturellen Erbes des Landes und seiner Kulturlandschaften im Online-Portal www.kuladig.de. Auch ging es um neue Impulse an der Schnittstelle von Digitalisierung, Tourismus, Geschichte, Kultur und Weinbau. Ein Höhepunkt der Veranstaltung war die Auszeichnung von acht Kommunen und Initiativen als KuLaDig-Kommunen.

Staatssekretärin Vanessa Fischer vom Ministerium für Kommunen, Bauen, Wohnen und Kultur Rheinland-Pfalz und der Präsident der Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd (SGD Süd), Prof. Dr. Hannes Kopf, würdigten das Engagement der Kommunen und Initiativen.

„Die ausgezeichneten Kommunen und Initiativen zeigen eindrucksvoll, wie vielfältig kulturelles Erbe in Rheinland-Pfalz vermittelt werden kann. KuLaDig lebt vom Engagement der Menschen vor Ort. Sie bringen Wissen, Ideen und Geschichten ein und machen damit die Besonderheiten ihrer Heimat digital und für viele Menschen erlebbar.“

Staatssekretärin Vanessa Fischer

Auch das Netzwerktreffen selbst habe die Stärke dieser Zusammenarbeit deutlich gemacht.

„Der große Zuspruch und der lebendige Austausch haben gezeigt, wie wertvoll das KuLaDig-Netzwerk für Kommunen und Ehrenamt ist. Die Vorträge und Gespräche haben viele neue Ideen angestoßen und deutlich gemacht, welches Potenzial in der Verbindung von Kulturerbe, Digitalisierung, Tourismus und regionaler Entwicklung steckt.“

Prof. Dr. Hannes Kopf

Impulse lieferten unter anderem Beiträge zur römischen Weinkultur, zu multimedialem Storytelling und Themenrouten, zu Kulturlandschaft und Weinbau sowie zur Weiterentwicklung der Plattform KuLaDig 2.0. Beim Markt der Möglichkeiten kamen die Teilnehmenden zudem direkt mit Initiativen und Fachleuten ins Gespräch.

Als Modellkommunen wurden sechs Teilnehmer des Förderprojekts „Digitale Erfassung und Präsentation von Kulturlandschaften in Rheinland-Pfalz“ des Ministeriums und der Universität Koblenz ausgezeichnet, das 2025 durchgeführt wurde. Sie hatten unterschiedliche Themen für KuLaDig entwickelt:

  • Stadt Alzey: „Alzey fidel – ein musikalischer Stadtrundgang in X Tönen“
  • Stadt Bernkastel-Kues: „Spuren des Universalgelehrten Nikolaus von Kues in Bernkastel-Kues“
  • Stadt Hamm (Sieg): „Erinnern an die Opfer der Shoa“ – Stolpersteine und Orte des jüdischen Glaubens
  • Stadtteil Koblenz-Horchheim: „Lebenswege und Spuren der Familie Mendelssohn in Horchheim“
  • Stadt Neustadt an der Weinstraße: „Spuren des Wegbereiters der Europäischen Gemeinschaft Robert Schuman in Neustadt“
  • Ortsgemeinde Zeiskam: „Aus dem Dorf in die Weltgeschichte“

Darüber hinaus erhielten die Ortsgemeinde Esthal und die KuLaDig-Initiative Strimmiger Berg (Hunsrück) eine Auszeichnung für ihre Mitarbeit und ihr Engagement im Rahmen des KuLaDig Kompetenzzentrums. Beide Teams haben zahlreiche Objekte erfasst und bringen sich weiter ein.

Mit einer Führung durch die Weinberge von Nierstein klang das erfolgreiche Netzwerktreffen aus.

KuLaDig steht für Kultur.Landschaft.Digital (www.kuladig.de). Das Projekt unterstützt dabei, das kulturelle Erbe von Rheinland-Pfalz digital zu dokumentieren und für die Öffentlichkeit sichtbar und erlebbar zu machen. Das KuLaDig Kompetenzzentrum der SGD Süd begleitet Kommunen, Ehrenamtliche und weitere Akteurinnen und Akteure bei der Umsetzung entsprechender Projekte. KuLaDig stammt ursprünglich vom Landschaftsverband Rheinland in Nordrhein-Westfalen. Rheinland-Pfalz beteiligt sich als Lizenznehmer an der Mitarbeit in diesem Portal.

Foto: Staatssekretärin Vanessa Fischer und Präsident Prof. Dr. Hannes Kopf mit den Teilnehmenden der ausgezeichneten Kommunen.
Angehängtes Foto stellen wir Ihnen zur Verwendung unter Angabe folgenden Copyrights zur Verfügung: SGD Süd.

Weitere Infos unter https://sgdsued.rlp.de/themen/kulturlandschaftdigital.

Mit freundlichen Grüßen

Marius Roll

Pressesprecher

MINISTERIUM FÜR KOMMUNEN, BAUEN,

WOHNEN UND KULTUR

RHEINLAND-PFALZS