Ludwigshafen-Maudach. Zwei fotografische Welten könnten kaum unterschiedlicher sein: die eine lebt von Klarheit, Ruhe und Reduktion, die andere von Fülle, Farbe und visueller Überwältigung. Genau diese Gegensätze bringt der Fotoclub Pentaprisma e.V. in seiner diesjährigen Jahresausstellung „Minimalismus trifft Maximalismus“ zusammen.

Rund 70 Fotografien von 13 Fotografinnen und Fotografen zeigen, wie unterschiedlich Fotografie wirken kann. Dabei geht es nicht nur um zwei Bildstile, sondern um zwei ganz verschiedene Arten, die Welt mit der Kamera zu betrachten.

Minimalismus (Foto: Andreas Blättner)
Minimalismus (Foto: Andreas Blättner)

Im „Raum des Minimalismus“ wird bewusst auf alles Überflüssige verzichtet. Klare Formen, Linien und Flächen, reduzierte Kompositionen und gezielt gesetzte Details lenken den Blick auf das Wesentliche. Die Bilder lassen Raum für Stille und Konzentration – und zeigen, dass ein einzelnes Motiv manchmal stärker wirken kann als eine ganze Bilderflut.

Dem gegenüber steht der „Raum des Maximalismus“. Hier darf und soll es üppig werden: Farben, Strukturen, Formen und zahlreiche Details verdichten sich zu Bildern, die das Auge fordern und immer wieder neue Entdeckungen ermöglichen. Was im Minimalismus weggelassen wird, scheint hier geradezu auf die Spitze getrieben zu sein. Mehr ist mehr.

Maximalismus (Foto: Ralf Schmitt)
Maximalismus (Foto: Ralf Schmitt)

Besonders reizvoll wird die Ausstellung dort, wo diese beiden fotografischen Extreme gedanklich aufeinandertreffen. Denn was passiert eigentlich, wenn weniger plötzlich mehr ist? Und ab wann wird aus „mehr“ ein visuelles Maximum? Die Ausstellung lädt dazu ein, diesen Fragen nachzugehen – und dabei vielleicht auch die eigene Wahrnehmung zu hinterfragen.

„Minimalismus trifft Maximalismus“ ist keine Ausstellung, die sich auf einen einheitlichen fotografischen Stil festlegt. Im Gegenteil: Die 13 beteiligten Fotografinnen und Fotografen zeigen ihre jeweils eigene Sichtweise und machen damit die große Bandbreite fotografischer Ausdrucksmöglichkeiten sichtbar. Zwischen stillen, fast meditativen Motiven und kraftvollen, detailreichen Bildwelten entsteht ein spannender Dialog.

Maximalismus (Foto: Anja Kleiner)
Maximalismus (Foto: Anja Kleiner)

Dabei setzt der Fotoclub Pentaprisma e.V. nicht nur auf das klassische Betrachten von Fotografien: Die Ausstellung ist multimedial angelegt. Zu den Bildern stehen zusätzliche Informationen zur Verfügung, die Besucherinnen und Besucher über ihr Smartphone abrufen können. Ein Kopfhörer wird für die optimale Nutzung empfohlen.

Der Ausstellungsort, das Maudacher Schloss, bietet dafür einen besonderen Rahmen. Die historischen Räume bilden einen reizvollen Kontrast zu den unterschiedlichen fotografischen Bildwelten und machen den Besuch zu einem Rundgang zwischen Tradition und moderner Fotografie.

Geöffnet ist die Ausstellung am 17. und 18. Oktober sowie am 24. und 25. Oktober 2026 jeweils von 10 bis 16 Uhr. Die Vernissage findet am Samstag, 17. Oktober, um 11 Uhr statt.

Zu sehen ist die Ausstellung im Maudacher Schloss, Von-Sturmfeder-Straße 3, 67067 Ludwigshafen-Maudach. Die Ausstellungsräume befinden sich im Erdgeschoss und im 2. Obergeschoss.


Zwei Räume. Zwei Gegensätze. Eine Ausstellung.„Minimalismus trifft Maximalismus“ – eine Einladung zum Sehen, Staunen und Vergleichen.

Ausstellung: 17.–18. Oktober und 24.–25. Oktober 2026
Öffnungszeiten: 10–16 Uhr
Vernissage: Samstag, 17. Oktober, 11 Uhr
Ort: Maudacher Schloss, Ludwigshafen-Maudach
Veranstalter: Fotografische Interessens-Gesellschaft Pentaprisma e.V.


Quelle: Fotoclub Pentaprisma e.V.


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