Sinkende Temperaturen, nasse Straßen und erster Nachtfrost erhöhen die Anforderungen an Fahrzeug und Fahrer. Um Pannen und Sicherheitsrisiken in der kalten Jahreszeit vorzubeugen, empfiehlt der ADAC, das Fahrzeug rechtzeitig auf die kalte Jahreszeit vorzubereiten. Besonderes Augenmerk sollte dabei auf der Autobatterie, den Reifen und der Beleuchtung liegen.

„Bei Kälte ist die leere Autobatterie Spitzenreiter der ADAC Pannenstatistik. Aber auch abgefahrene Reifen und defekte oder falsch eingestellte Scheinwerfer können die Sicherheit beeinträchtigen.“

Werner Kerkow, ADAC Technik-Experte beim ADAC Prüfzentrum in Stuttgart

Wer bereits Startprobleme bemerkt, sollte die Batterie überprüfen lassen, um einem möglichen Ausfall vorzubeugen.

Auch die Reifen sollten vor dem Winter kontrolliert werden. Der ADAC empfiehlt eine Profiltiefe von mindestens vier Millimetern. Als Orientierung dient eine 2-Euro-Münze: Ihr silberner Rand ist etwa vier Millimeter breit. Bei winterlichen Straßenverhältnissen müssen Winter- und Ganzjahresreifen zudem das Alpine-Symbol, ein Bergpiktogramm mit einer Schneeflocke, tragen. Darüber hinaus sollten Reifendruck und Reifenalter überprüft werden.

Ebenso wichtig ist der Frostschutz. Er verhindert, dass das Kühlmittel gefriert und Schäden am Motor verursacht. Das Kühlmittel lässt sich mit einem speziellen Frostschutzprüfer überprüfen. Wichtig: Den Kühlmittelbehälter sollte man niemals bei warmem Motor öffnen. Auch die Scheibenwaschanlage muss mit geeignetem Frostschutz versehen sein, damit Leitungen und Düsen nicht einfrieren. Die Wischerblätter sollten zudem für klare Sicht sorgen und die Scheibe ohne Schlieren reinigen.

In der dunklen Jahreszeit spielt die Beleuchtung eine zentrale Rolle. Scheinwerfer, Blinker und Bremslichter sollten einwandfrei funktionieren, die Leuchten sauber und die Scheinwerfer korrekt eingestellt sein. Vor jeder Fahrt müssen außerdem Scheiben, Spiegel und Leuchten vollständig von Eis befreit werden. Eiskratzer, Handschuhe und Handfeger gehören deshalb ebenso zur Winterausrüstung wie eine griffbereite Warnweste, ein Warndreieck und ein Verbandkasten.

Tipp: Winterdiesel schützt vor Kälteproblemen

Auch Dieselfahrer sollten die winterlichen Temperaturen im Blick behalten. Bei Kälte können sich im Kraftstoff Paraffinkristalle bilden, die den Kraftstofffilter verstopfen und Startprobleme verursachen. Aus diesem Grund wird an deutschen Tankstellen ab Oktober Übergangsdiesel und ab dem 16. November Winterdiesel angeboten, der für Temperaturen bis mindestens minus 20 Grad Celsius ausgelegt ist.

Wer Batterie, Reifen, Bremsen, Fahrwerk, Beleuchtung und Frostschutz nicht selbst überprüfen möchte, kann dafür den Wintercheck im ADAC Prüfzentrum Stuttgart nutzen. Dort kontrollieren die Technikexperten wichtige Fahrzeugkomponenten und helfen dabei, mögliche Schwachstellen vor der kalten Jahreszeit zu erkennen. Informationen zum Leistungsumfang, zu Terminen und Preisen gibt es beim ADAC Württemberg: adac.de/pruefzentrum-stuttgart


Quelle: ADAC Baden-Württemberg