Ludwigshafen – Innovative Experimente, anspruchsvolle Forschungsfragen und originelle Ideen sind das Markenzeichen des Wettbewerbs „Jugend forscht“. Am heutigen Freitag, 20.03.2026, hat die Fachjury bei BASF in Ludwigshafen die besten Nachwuchsforscherinnen und -forscher des 61. Landeswettbewerbs Rheinland-Pfalz ausgezeichnet.
Unter dem Motto „Maximale Perspektive“ präsentierten 59 Jugendliche die Ergebnisse ihrer 40 Projekte. Landeswettbewerbsleiter Raimund Leibold und Landespatenbeauftragter Dr. Joachim Wünn kürten die Landessieger in den sieben Fachgebieten im BASF-Feierabendhaus. Den Festvortrag zum Thema „Katalyse für unsere Welt“ hielt der Chemie-Nobelpreisträger des Jahres 2021, Prof. Dr. Benjamin List.
„Die Projekte der jungen Forscherinnen und Forscher zeigen ihren großen Kreativ- und Entdeckergeist. Wer früh eigene Fragen stellt, legt den Grundstein für wissenschaftlichen Fortschritt. Auch in meiner eigenen Laufbahn habe ich gelernt, wie wichtig es ist, der eigenen Begeisterung zu folgen – selbst dann, wenn man einen Weg einschlägt, den noch nicht viele gehen. Deshalb möchte ich die Jugendlichen ermutigen, ihrer Neugier zu vertrauen und weiterzuforschen!“
Prof. Dr. Benjamin List
Das Themenspektrum bei „Jugend forscht“ war riesig: Von einem Rauchwarnmelder, der alle weckt, über essbare Verpackungen aus Algen und Pflanzen als Weltretter bis hin zur Stromerzeugung durch Gehenergie und einem autonomen Sammelroboter für eine saubere Umgebung war alles dabei. Mit viel Einfallsreichtum setzten Jugendliche aus Rheinland-Pfalz im Alter zwischen 12 und 19 Jahren ihre Forschungsprojekte in den Fachgebieten Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Mathematik/Informatik, Physik und Technik um und präsentierten sie beim Landeswettbewerb bei BASF.
BASF unterstützt Deutschlands bekanntesten Nachwuchswettbewerb „Jugend forscht“ seit 1966 als Patenunternehmen in Rheinland-Pfalz und seit 1994 auch in Brandenburg. BASF Lampertheim richtet seit 2015 den Regionalwettbewerb Hessen Bergstraße aus. Zudem war BASF bereits dreimal Ausrichter des Bundeswettbewerbs.
Insgesamt nahmen in Rheinland-Pfalz 971 Jugendliche an „Jugend forscht“ teil. Für die neu gekürten Landessiegerinnen und Landessieger geht der Wettbewerb nun auf Bundesebene weiter: Vom 28. bis 31. Mai 2026 vertreten sie Rheinland-Pfalz beim Bundesfinale in Herzogenaurach. Zusätzlich zur Qualifikation für den Bundeswettbewerb warteten attraktive Geld- und Sachpreise sowie spannende Praktikumsangebote bei Unternehmen und Universitäten auf die Teilnehmenden.
Die Erstplatzierten des 61. Landeswettbewerbs sind:
- Arbeitswelt: Jonathan Kammerlander und Leopold Kammerlander: Alarm mit Köpfchen – Entwicklung eines Rauchwarnmelders, der Kinder weckt (Max-von-Laue-Gymnasium, Koblenz)
- Biologie: Maya Sharma: Reduzierung mikrobiologischer Oberflächengewässerbelastungen zur Trinkwassergewinnung (Max-Planck-Gymnasium, Trier)
- Chemie: Debora Thanaraku: Liposomenmodelle als Grundlage für neue Wege der Insulinverabreichung (St.-Matthias-Gymnasium, Gerolstein)
- Geo- und Raumwissenschaften: Noah Jackson: Kann uns jemand sehen? Ein Gedankenexperiment aus extrasolarer Perspektive (Sickingen-Gymnasium, Landstuhl)
- Mathematik/Informatik: Jakob Fuß: Varianten von Serras verdrehter Ellipsenfläche (Otto-Schott-Gymnasium, Mainz-Gonsenheim)
- Physik: Leander Karlein: Innovative Kühltechnologie mit Metalldrähten (Rhein-Gymnasium, Sinzig)
- Technik: Silas Wester: Umbau eines 3D-Druckers zu einem Funktionsmodell eines Rasterkraftmikroskops (Gauß-Gymnasium, Worms)
- Bestes interdisziplinäres Projekt: Collin Esslinger: ColBot – der autonome Sammelroboter für eine saubere Umgebung (Bischöfliches Cusanus-Gymnasium, Koblenz)
- Sonderpreise des Ministeriums für Bildung: Jonathan Kammerlander und Leopold Kammerlander: Alarm mit Köpfchen – Entwicklung eines Rauchwarnmelders, der Kinder weckt (Max-von-Laue-Gymnasium, Koblenz)
Quelle: Ministerium für Bildung




