Mainz – Laut aktueller Polizeilicher Kriminalstatistik sank die Gesamtzahl der Straftaten 2025 um etwa 6,4 % auf rund 224.000 Fälle – der niedrigste Wert seit 1992. Nichtsdestotrotz kann die Lage jederzeit eskalieren. Darum hat man sich im Innenministerium Gedanken gemacht.

Blick nach Hessen

Die Polizeifliegerstaffel Hessen hat zwei Polizeiflugzeuge, die am Flughafen Egelsbach (bei Frankfurt am Main) stationiert sind. Einsatzzwecke sind Ausfindigmachen von Brandherden im Wald oder Ölfilmen auf Flüssen, den Verkehr überwachen oder vermisste Personen suchen. Eingesetzt werden in Hessen die Flugzeugzeugtypen Beechcraft King Air 250 und P68 Observer. Aus verschiedenen Gründen wurde die Flugzeugbeschaffung für Rheinland-Pfalz zuerst in Erwägung gezogen und letztendlich durchgeführt.

Vertragsabschluss in Bitburg
Vertragsabschluss in Bitburg

Schmales Budget – viele Aufgaben

Aus finanziellen Gründen war die Beschaffung eine Herausforderung. In der Ausschreibung schnitt eine gebrauchte Lockheed C-130 der kuwaitischen Luftwaffe (Baujahr 2004) am besten ab. Im Dezember 2025 wurde in Bitburg der Beschaffungsvertrag mit dem kuwaitischen Königshaus geschlossen. Das Flugzeug wurde im Januar 2026 nach Rheinland-Pfalz gebracht, lackiert und mit modernster Technik ausgerüstet. Das Flugzeug wurde am 1. April (!) von Polizeiseelsorgern inoffiziell auf den Namen „Michael“ getauft. Der Funkrufname ist “Sperber 8“. Stationiert ist es bei der Polizeihubschrauberstaffel Rheinland-Pfalz in Koblenz-Winningen.

Polizeiliche Großschadenslagen im Blick

Zu den oben genannten Einsatzzwecken soll das Flugzeug unter anderem zur Zuführung von Einsatzmitteln (Handschellen, Schlagstöcken, Notizblöcken), aber auch zur Verpflegung von Einsatzkräften aus der Luft verwendet werden. Zur Zeit wird geprüft, ob das Flugzeug mit einer Rettungswinde versehen werden kann. Weitere Anwendungsgebiete sind in der Planung. Details werden im Mai bei einer Pressekonferenz bekannt gegeben.


Quelle: Treffpunkt-Pfalz (April April)