Landau – Ihre Geschichte ist Teil der Landesgeschichte – und doch kaum bekannt. Vom 28. Januar bis zum 28. Februar widmet sich das Museum für Stadtgeschichte in Landau der Geschichte von Sinti und Roma in Rheinland-Pfalz. Die Ausstellung „Sinti und Roma in Rheinland-Pfalz. Ermordet – ausgegrenzt – stigmatisiert“ basiert auf einem Studierendenprojekt des Historischen Seminars der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz.

Seit Jahrhunderten leben Sinti und Roma auf dem Gebiet des heutigen Rheinland-Pfalz. Dennoch ist ihre Geschichte – insbesondere nach 1945 – bislang nur lückenhaft erforscht und in der öffentlichen Wahrnehmung wenig präsent. Die Ausstellung greift diese Forschungslücke auf und macht neue wissenschaftliche Erkenntnisse zugänglich.

Im Sommersemester 2025 setzten sich Studierende der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz mit der Geschichte von Sinti und Roma nach dem Ende des Nationalsozialismus auseinander. Sie entwickelten eigene Fragestellungen und untersuchten unter anderem Themen wie „Wiedergutmachung“, Stadtrandsiedlungen, Antiziganismus im Fußball sowie den Umgang mit dem nationalsozialistischen Genozid an Sinti und Roma in der Erinnerungskultur.

Die Ausstellung präsentiert die Ergebnisse dieser Forschungen und lädt Besucherinnen und Besucher dazu ein, sich mit historischen und gegenwärtigen Formen von Ausgrenzung und Stigmatisierung auseinanderzusetzen.

Das Projekt wurde vom Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit des Landes Rheinland-Pfalz gefördert.

Das Museum für Stadtgeschichte in Landau ist immer montags bis mittwochs von 8:30 bis 12 Uhr und von 14 Uhr bis 16 Uhr sowie donnerstags von 8:30 Uhr bis 12 Uhr und von 14 Uhr bis 18 Uhr geöffnet.

Quelle: Stadt Landau in der Pfalz


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