Landau – Das Frank-Loebsches Haus in Landau in der Pfalz wurde am Mittwoch, 08.04.2026, als „Museum des Monats“ ausgezeichnet.

Schon allein aufgrund seiner Geschichte ist das Frank-Loebsches Haus von hohem kulturhistorischem Wert. Der dreigeschossige Vierflügelbau mit Renaissance-Treppenturm wurde im 19. Jahrhundert von Anne Franks Urgroßvater als Wohnhaus erworben. Bis 1951 blieb das Haus im Besitz der Familie Frank-Loeb, nach der es heute benannt ist. Ab 1939 wurden in dem Gebäude von den Nationalsozialisten die noch in Landau lebenden jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger interniert, bevor sie im Oktober 1940 ins südfranzösische Lager Gurs deportiert wurden. 1942 folgte von dort dann die Deportation in die Konzentrationslager Auschwitz und Theresienstadt. Heute erinnert eine Ausstellung im Obergeschoss des Hauses mit schriftlichen Quellen und Fotos an das Schicksal der jüdischen Gemeinschaft, die seit dem 13. Jahrhundert in der Stadt lebte. Eine weitere Ausstellung informiert über die Verfolgung der Sinti und Roma im Dritten Reich. Darüber hinaus finden Lesungen, Konzerte und wechselnde Ausstellungen in den Räumen des Frank-Loebschen Hauses statt.

Überreicht wurde die mit 1.000 Euro dotierte Auszeichnung von Kulturstaatssekretär Prof. Dr. Jürgen Hardeck.


Quelle: Ministerium für Familie, Frauen, Kultur und Integration