Pirmasens – „Die Perlenfischer“ ist eine vergleichsweise selten gespielte Oper, die mit zarter Lyrik und eleganter Exotik glänzt. George Bizets Frühwerk ist am Freitag, 13. März 2026, in der Pirmasenser Festhalle zu erleben. Die Inszenierung der Opera Romana in französischer Sprache, mit deutschen Untertiteln, entführt die Zuschauer mit Orchester, Chor und Solisten in ein fernes Inselparadies. Vor dieser Kulisse wird eine tragische Dreiecksgeschichte im Konflikt zwischen Pflicht und Neigung, Liebe und Moral, Freundschaft und Leidenschaft erzählt.
Das Milieu der Perlenfischer an der Küste Ceylons, dem heutigen Sri Lanka, bildet den zur Entstehungszeit der Oper als exotisch geltenden Schauplatz für eine bewegende Handlung um Freundschaft, Liebe, Vertrauen und Verrat. Bizets Werk beleuchtet auch die Schattenseiten im Paradies, menschenverachtende Arbeitsbedingungen und die Skrupellosigkeit und rücksichtslose Ausbeutung von Menschen und Natur.
Die Priesterin Leila soll nach altem Brauch mit ihrem Gesang die Perlenfischer vor den Naturgewalten schützen, wenn diese unter schwersten Bedingungen nach Perlmuscheln tauchen, um – mit viel Glück – an den darin verschlossenen wertvollen Schmuck zu gelangen. Leila ist zwar verschleiert, doch der Fischer Nadir, schon früher in Liebe zu ihr entbrannt, erkennt sie an ihrer Stimme. Als sie ihren tiefen Gefühlen zueinander nachgeben, ist das für beide folgenschwer: Leila vermag aus Liebe zu Nadir ihren priesterlichen Eid nicht einzuhalten, und Nadir hintergeht seinen Freund Zurga. Denn um ihrer Freundschaft willen schworen sich die beiden Männer zu Beginn der Oper, der Liebe zu Leila zu entsagen, die sie einst gleichermaßen begehrten. Was wiegt nun schwerer? Das Gesetz der Rache oder das Gesetz der Liebe? Über Zorn und Eifersucht siegt jedoch die Freundschaft der beiden Männer. Schließlich gibt Zurga den Liebenden die Möglichkeit zur Flucht.
1863 brachte Georges Bizet seine erste Oper „Les pêcheurs de perles“ in Paris auf die Bühne. Das Werk des damals erst 25-jährigen Komponisten zeigt bereits sein außerordentliches Talent als Dramatiker und Melodiker. Zu Bizets Lebzeiten war dem Werk allerdings kaum Erfolg beschieden. Erst mit dem Triumphzug von „Carmen“ nach dem Tod des französischen Komponisten entdeckte die Musikwelt Ende des 19. Jahrhunderts auch dessen frühe Oper wieder, die inzwischen insbesondere in Frankreich zum festen Repertoire gehört. Der vom seinerzeit so populären Exotismus durchströmte Stoff inspirierte Bizet zu einer Partitur mit farbenprächtiger Instrumentalisierung, berückenden Melodien und wirkungsvoller Theatermusik, die sich in großangelegten Chor-Tableaus ebenso entfaltet wie in den kammerspielartigen Szenen zwischen den Protagonisten. Den dramatischen wie auch musikalischen Dreh- und Angelpunkt bildet hierbei das berühmte Tenor-Bariton-Duett „Au fond du temple saint“ von Zurga und Nadir – eine Perle der Opernliteratur.
Auf einen Blick: Am Freitag, 13. März 2026, ist die Oper „Die Perlenfischer“ in der Pirmasenser Festhalle zu erleben. Die Vorstellung beginnt um 19.30 Uhr, die Abendkasse öffnet um 18.30 Uhr. Eintrittskarten (inklusive Garderobengebühr) zum Preis zwischen 18 und 30 Euro, ermäßigt zwischen neun und 15 Euro, gibt es im Vorverkauf beim Kulturamt im Forum Alte Post (Telefon: 06331/2392716; E-Mail: kartenverkauf@pirmasens.de) oder im Internet unter www.pirmasens.de/kultur
Quelle: Stadtverwaltung Pirmasens




