Neustadt an der Weinstraße – Mit den in Kürze beginnenden Rohbau-Arbeiten für die neue Generalzolldirektion (GZD) startet das seit Jahrzehnten größte Immobilienprojekt in Neustadt an der Weinstraße. Mit der Baugrube wurde schon gestartet. Am Donnerstag, 05.02.2026, informierten Oberbürgermeister Marc Weigel und Investor Ralf Uhl gemeinsam über die Entwicklung des Neubaus, der viele Arbeitsplätze in der Stadt sichern soll.
Das nagelneue Verwaltungsgebäude der Bundesbehörde mit rund 400 Büro-Arbeitsplätzen entsteht zwischen der Kernstadt und Lachen-Speyerdorf. Es soll die bislang verschiedenen in Neustadt verteilten Direktions-Dienststellen zusammenführen.
In den vergangenen Monaten waren hierzu noch umfangreiche formelle und vertragliche Verfahren zu durchlaufen. Dazu zählten ein europaweites Vergabeverfahren sowie Verhandlungen zwischen der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, dem Investor und weiteren beteiligten Stellen auf Bundesebene. Mit der notariellen Beurkundung der Verträge Ende 2025 sind nun alle Voraussetzungen erfüllt, damit gebaut werden kann.
Entscheidung des Bundes fiel auf Neustadt
Nach der Standortsuche und der Entscheidung des Bundes für Neustadt hatte die Stadtverwaltung bereits das Bebauungsplanverfahren durchgeführt.
Parallel hat der Bund eine europaweite Ausschreibung durchgeführt mit dem Ziel, einen privaten Investor und Bauträger zu finden.
Die Entscheidung fiel auf die Uhl Real Estate GmbH aus Maikammer. Diese wird den Verwaltungsbau schlüsselfertig für den Bund errichten.
Das Investitionsvolumen liegt bei rund 41 Millionen Euro. Aufgrund dieser Größenordnung handelt es sich um das größte Immobilienprojekt in Neustadt seit Jahrzehnten.
Gebaut wird nach hohen Energieeffizienzstandards. Vorbereitende Maßnahmen auf dem Grundstück wurden bereits durchgeführt. Mit dem in den kommenden Tagen vorgesehenen Start des Rohbaus beginnt die Hochbauphase. Die Fertigstellung ist für 2028 vorgesehen.
Oberbürgermeister: Langfristige Sicherung des Behördenstandorts
Oberbürgermeister Marc Weigel sagte zur Bedeutung des Projekts:
„Für Neustadt ist wichtig, dass der Behördenstandort langfristig gesichert wird. Der Neubau der Generalzolldirektion ist das Ergebnis eines mehrjährigen Prozesses mit vielen Abstimmungen. Wir sind froh, dass nun Klarheit und Verlässlichkeit für alle Beteiligten besteht.“
Oberbürgermeister Marc Weigel
Baudezernent und Beigeordneter Bernhard Adams hat die gesamten Planungen eng begleitet.
„Die Stadtverwaltung hat zahlreiche planungsrechtliche und infrastrukturelle Voraussetzungen geschaffen, um das Vorhaben zu ermöglichen. Wir gehen davon aus, dass der Neubau auch über das eigentliche Projekt hinaus Wirkung entfalten wird und zur weiteren Entwicklung des Gewerbegebiets beiträgt.“
Baudezernent und Beigeordneter Bernhard Adams
Der Geschäftsführer der Uhl Real Estate GmbH, Ralf Uhl, dankte der Stadtverwaltung für die gute Zusammenarbeit in der Planungsphase. Die engen Abstimmungen hätten es ermöglicht, die komplexen Anforderungen eines Bundesprojekts dieser Größenordnung umzusetzen.
Um zum Erfolg beizutragen, investiert die Stadt in die öffentliche Infrastruktur rund um den neuen Bürokomplex. So sollen im kommenden Jahr die Gehwege in der Theodor-Haubach-Straße erneuert und die Erreichbarkeit des Standorts mit dem ÖPNV verbessert werden. Vorgesehen ist eine zusätzliche Bushaltestelle an der Speyerdorfer Straße in beide Fahrtrichtungen, um die Anbindung zu optimieren.
Quelle: Stadtverwaltung Neustadt an der Weinstraße




