Frankenthal – Am Mittwoch, 04. März, ab 17.30 Uhr werden die im Rahmen der aktuellen Ausstellung „Glockenguss in Frankenthal“ im Erkenbert-Museum zu sehenden Arbeiten des Leistungskurses Bildende Kunst der Frankenthaler Gymnasien mit einem kleinen Programm vorgestellt.

Abendveranstaltung für Besucherinnen und Besucher jeden Alters

Über alle Epochen und Zeiten hinweg ist die Glocke untrennbar mit ihrem Klang verbunden. Die Vielfalt eines Glockenklangs darzustellen hat sich daher der gemeinsame Leistungskurs Bildende Kunst der beiden Frankenthaler Gymnasien, dem Albert-Einstein- und dem Karolinen-Gymnasium, zur Aufgabe gemacht. Gleich als Einstiegsaufgabe in die Oberstufe machten sich die Elftklässler daran, Glockenklänge ästhetisch zu erforschen. Anhand einer Matrix wurden unterschiedliche Darstellungsweisen zunächst einmal gedanklich durchgespielt. Sollte es eine klassische Gattung wie Malerei, Zeichnung oder Skulptur sein, mit der man sich diesem Thema nähern wollte oder eher ein technisches Medium? Welche Funktion hat das Material? Ist eine Glocke mit Metallfarben darstellbar oder spielt Farbe keine Rolle? Wie vergoldet man Ton? Und ist vielleicht sogar der Klang selbst das, was man sichtbar machen möchte? Herausgekommen sind 20 sehr individuelle Arbeiten, die im Rahmen der großen Glockenausstellung im Erkenbert-Museum seit Dezember 2025 zu sehen sind. Eine animierte Glocke schwingt geräuschlos über allen Werken. Die „Explosion der Stille“ findet sich neben dem „Klang der Zersplitterung“ und steht wie die „Ungehörte Sichtbarkeit“ und „Die stumme Melodie“ gleichermaßen für das gewaltige Klangerlebnis einer Glocke und die völlige Stille. Im „Schwung des Lebens“ bildet ein weiblicher Torso den Resonanzkörper für einen im Inneren schwingenden Klöppel, der wie ein Herz fungiert und die Person antreibt. Das Zarte, eingefangen in Werken wie „Klang des Frühlings“, „Wie ein Wimpernschlag“ und „Glockenblume“, kontrastiert scharf mit einem Werk über eine Kriegsglocke.

Die kunstfertigen „Glocken als Stimmen der Zeit“ stellt der Kunst-Leistungskurs 11 unter der Leitung von Dr. Sigrid Nölte am im Rahmen der Veranstaltung im Erkenbert-Museum vor. Auch Kinder sind herzlich willkommen und dürfen bei eigens für diese Veranstaltung entworfenen Glocken-Mandalas selbst kreativ werden.

Mehr zur Ausstellung

Die Ausstellung „Glockenguss in Frankenthal“ ist bis zum 12. April 2026 im Foyer des Erkenbert-Museums zu sehen. Im Fokus stehen alle Betriebe, die in Frankenthal Glocken gegossen haben. Eingebettet wird dieser Aspekt in einen Teil zur Kulturgeschichte von Glocken im Allgemeinen und die Beleuchtung der Techniken der Herstellung und des Klangs. Jeder Themenbereich wird durch Objekte wie für die Herstellung erforderliche Werkzeuge, fertige Produkte, Dokumente, Graphiken oder persönliche Gegenstände der Frankenthaler Glockengießer veranschaulicht. Kunstprojekte von Schülern des Albert-Einstein-Gymnasiums und Karolinen-Gymnasiums bereichern die Ausstellung um eine aktuelle Auseinandersetzung mit dem Thema Glockenklang.

Das Museum selbst ist nur für diese Sonderausstellung und das Rahmenprogramm geöffnet und ansonsten weiterhin wegen der anstehenden Sanierungsarbeiten geschlossen.

Informationen und Programm: www.frankenthal.de/glockenguss

AUF EINEN BLICK

Präsentation des Kunst-Leistungskurses im Erkenbert-Museum
Mittwoch, 04. März 2026
17.30 Uhr
Eintritt frei, Voranmeldung nicht erforderlich

Veranstaltungsort:
Erkenbert-Museum
Rathausplatz
67227 Frankenthal

Kontakt 


Quelle: Stadtverwaltung Frankenthal

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