Speyer – Seit dem 27. Januar 2026 macht eine touristische Unterrichtungstafel an der Bundesautobahn 61 auf das UNESCO-Weltkulturerbe SchUM-Stätte Speyer aufmerksam. Das Hinweisschild bewirbt damit sichtbar das jüdische Erbe der Stadt, das seit 2021 als Welterbe anerkannt ist und den zweiten UNESCO-Titel Speyers darstellt.
Die Aufstellung des Schildes geht auf einen gemeinsamen Antrag der Stadtratsfraktionen von CDU, Bündnis 90/Die Grünen und SWG aus dem Jahr 2022 zurück. Ziel war es, die mittelalterlichen jüdischen Baudenkmäler stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken und ihre touristische Wahrnehmung zu erhöhen. Der Stadtrat beschloss daraufhin die Anbringung eines entsprechenden Hinweisschildes an der A 61 in Fahrtrichtung Speyer.
„Die SchUM-Stätte Speyer ist ein einzigartiges Zeugnis jüdischen Lebens im mittelalterlichen Europa und ein wichtiger Bestandteil unserer Stadtgeschichte, der nun auch für Reisende stärker sichtbar ist.”
Oberbürgermeisterin und Vorsitzende des SchUM-Städte Vereins Stefanie Seiler
In Abstimmung mit der Autobahn GmbH des Bundes wurde als Standort der Parkplatz Birkenschlag festgelegt. Dort ist die Unterrichtungstafel gut sichtbar zwischen Fahrbahn und Parkplatzauffahrt positioniert. Sie richtet sich sowohl an den vorbeifahrenden Verkehr als auch an Reisende, die den Parkplatz nutzen und sich während einer Pause über das UNESCO-Welterbe SchUM in Speyer informieren können.
Die Kosten für Herstellung und Aufstellung der Hinweistafel belaufen sich auf rund 20.000 Euro. Für Unterhalt und Instandhaltung durch die Autobahn GmbH fallen für eine Laufzeit von 15 Jahren zusätzliche Kosten von etwa 1.500 Euro an.
Mit der neuen Beschilderung sind nun beide UNESCO-Weltkulturerbestätten der Stadt Speyer über touristische Hinweistafeln aus unterschiedlichen Fahrtrichtungen wahrnehmbar. Dies unterstreicht die historische Bedeutung Speyers und stärkt zugleich die Sichtbarkeit der Stadt als Kultur- und Welterbestandort.
Quelle: Stadt Speyer




