Frankenthal – Ab Donnerstag, 04. Dezember, präsentiert das Erkenbert-Museum die neue Sonderausstellung „Glockenguss in Frankenthal“. Anlass ist das 150-jährige Jubiläum des Gusses der Kaiserglocke – der einst größten freischwingenden Glocke der Welt, die 1875 in Frankenthal entstand.

Die Ausstellung widmet sich einem zentralen Kapitel der Frankenthaler Industrie- und Stadtgeschichte und rückt die Bedeutung des Glockengusses in den kulturhistorischen Kontext.

Einblick in Geschichte und Technik des Glockengusses

Zum Einstieg eröffnet die Schau mit der Kulturgeschichte der Glocke und spannt den Bogen zur Frankenthaler Industrieentwicklung. Viele heutige metallverarbeitende Betriebe der Stadt gehen auf frühere Glockengießereien zurück. Die Ausstellung beleuchtet die wichtigsten Frankenthaler Gießereien, erklärt die komplexe Technik des Glockengusses und zeigt die Produktionsabläufe anschaulich anhand historischer Objekte und Modelle.

Ein Höhepunkt ist die Darstellung der Kaiserglocke, die im Ersten Weltkrieg abgetragen und eingeschmolzen wurde. Was wäre eine Ausstellung zum Glockenguss ohne Glockenklang? Über QR-Code können in der Ausstellung verschiedene Geläute mit Frankenthaler Glocken abgerufen werden.

Zahlreiche Leihgaben bereichern die Schau. Zu sehen ist unter anderem eine halbe Glocke aus der Gießerei Vögele in Straßburg, ein Demonstrationsobjekt, das die Technik der Glockenherstellung anschaulich vor Augen führt. Glockenzier wird mit Hilfe der originalen Gipsreliefs für die Glocken der Dresdner Frauenkirche aus Privatbesitz vorgestellt. Andreas Hamm, aus dessen Gießerei die Kaiserglocke hervorging, war eine bedeutende Persönlichkeit der Stadt. Persönliche Erinnerungsstücke aus Familienbesitz wurden dem Museum zur Verfügung gestellt. Die ehemalige Gießerei Carius steuerte ein Gemälde bei, das die Anfertigung der Glocken für das Glockenspiel der Zwölf-Apostel-Kirche zeigt. 

Der gemeinsame Kunst-Leistungskurs des Karolinengymnasiums und des Albert-Einstein-Gymnasiums hat im Schuljahr 2025 zum Thema Glocken Gemälde und dreidimensionale Objekte, aber auch Videos und ein Musikstück erarbeitet, die in der Ausstellung und in einer Abendveranstaltung präsentiert werden.

Ein umfangreiches Rahmenprogramm begleitet die Sonderausstellung. Alle Informationen sind online abrufbar unter: www.frankenthal.de/erkenbertmuseum

Hinweis:
Das Museum ist ausschließlich für diese Sonderausstellung und das Rahmenprogramm geöffnet und aufgrund der anstehenden Sanierungsarbeiten ansonsten geschlossen. Die Ausstellung ist nicht barrierefrei.


AUF EINEN BLICK

Sonderausstellung „Glockenguss in Frankenthal“
ab 04. Dezember 2025

Eröffnung:
Mittwoch, 03. Dezember 2025, 18 Uhr, Eintritt frei, Voranmeldung nicht erforderlich

Ausstellungsdauer: 
04.12.2025 – 12.04.2026

Öffnungszeiten des Museums während der Ausstellung: 
Di 10-18 Uhr, Mi-So 14-18 Uhr, geschlossen am 24. + 25. Dezember., 31. Dezember., 1. Januar, 14. und 15. Februar, 03. April

Ort der Ausstellung:
Erkenbert-Museum
Rathausplatz
67227 Frankenthal


Quelle: Stadt Frankenthal


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