Bad Dürkheim – Werke des afghanischen Künstlers Ghulam Naqshband Haidary sind ab Mittwoch, 25. März, 14 Uhr, im Foyer der Kreisverwaltung zu sehen. Seine Malerei zeigt Motive aus seiner Heimat, aber auch beispielsweise die Saline in Bad Dürkheim. Er hat mit seiner Familie in Bad Dürkheim ein neues Zuhause gefunden hat.
Haidary wurde als Sohn eines berühmten afghanischen Dichters, Wujoudi Haidary, in Kabul geboren. Schon in seiner Kindheit interessierte er sich für die Malerei. Zweimal floh er aus seiner Heimat nach Pakistan. Zum ersten Mal während der sowjetischen Besetzung und dann erneut, als die Taliban 2022 die Herrschaft übernommen haben. Von dort ging er mit seiner Familie nach Deutschland, wohnt inzwischen in Bad Dürkheim.

Seine Werke sind mit Einflüssen von Realismus und Impressionismus in Aquarell oder Öl, Kreide oder Bleistift gezeichnet. Porträts liegen ihm genauso wie Motive mit Natur- oder Nostalgiebezügen.
Bilder Haidarys sind vor der Machtübernahme der Taliban unter anderem im Sapidar-Palast und dem Paghman-Palast sowie in diversen Ausstellungen, unter anderem in der dänischen und norwegischen Botschaft und dem französischen Kulturzentrum in Pakistan gezeigt worden.
Haidary möchte seine künstlerischen Erfahrungen aus Afghanistan und Deutschland miteinander verbinden und so zu besserem Verständnis zwischen den Kulturen beitragen.
„Die Kunst besteht darin, die Schönheiten zu entdecken und die Realitäten der Zeit zu erzählen.“
Ghulam Naqshband Haidary
Der 1969 geborene Künstler ist auch als Poet in Erscheinung getreten. Er hat in einigen Publikationen in Afghanistan Gedichte veröffentlicht, eine Sonett-Sammlung ist unter dem Titel „Eshraq dar Tebaid“ mit Epigramm des afghanischen Dichters Wasif Bakthri erschienen.
Ghulam Naqshband Haidary ist zur Ausstellungseröffnung mit seiner für ihn dolmetschenden Tochter vor Ort. Die Ausstellung ist zu den üblichen Öffnungszeiten der Kreisverwaltung bis 24. April zu sehen.
Quelle: Kreisverwaltung Bad Dürkheim




