Kaiserslautern – Am 27.03.26 trafen sich mehr als 30 Veranstalter und Clubbetreiber aus ganz Rheinland-Pfalz auf Einladung des Musikforums Rheinland-Pfalz zu einem Branchentreffen. In den Räumlichkeiten von Sukura e.V. in Kaiserslautern wurde über aktuelle Herausforderungen der Veranstaltungsbranche diskutiert, darunter steigende Produktionskosten, ein verändertes Publikumsverhalten und behördliche Vorgaben.

Im Fokus des Abends stehen deshalb Best Practices zu diesen Themen sowie die Vorstellung aktueller Unterstützungsmöglichkeiten, wie bspw. des bundesweiten Pilotprogramms für besseren Schallschutz des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, welches von Michael Smosarski der LiveMusikKommission vorgestellt wurde oder des Live Music Fund der Bundesstiftung Livekultur, vorgestellt von Anna Blaich, Vorständin der Bundesstiftung Livekultur.

„Sich zu vernetzen, sich auszutauschen ist das A und O. Alle machen die gleichen Erfahrungen und nicht jeder muss jede Erfahrung noch einmal machen und gerade für so Schnittstellen, wie das Musikforum ist es einfach wichtig zu wissen: Was sind denn überhaupt die Themen, die relevant sind? Einerseits um diese für die Akteure klären zu können, andererseits aber auch gegenüber politischen Vertreter und der Verwaltung platzieren zu können”.

Anna Blaich

Auch Prof. Dr. Carsten Schröer der DHBW Mannheim hob den Wert solcher Vernetzungstreffen hervor:

„Der Mehrwert so einer Veranstaltung ist die Kommunikation unter verschiedenen Akteuren, um Synergien zu nutzen. Der Output unserer Clubstudie war ‚Konkurrenz belebt das Geschäft‘. Man ist eine gewisse Konkurrenz, aber wenn man sich dabei als Gegner betrachtet, hilft es letztlich nicht. Es gibt mannigfaltige Problemstellungen, die man besser zusammen lösen kann und ich finde, dass das Musikforum Rheinland-Pfalz dafür heute einen tollen Beitrag geleistet hat”.

Prof. Dr. Carsten Schröer

Das Musikforum Rheinland-Pfalz, das über die Trägerschaft von pop rlp – dem Kompetenzzentrum für Popularmusik – zugleich die Ländervertretung der LiveMusikKommission stellt, möchte das Netzwerk der Veranstalter in Rheinland-Pfalz langfristig stärken. Aufbauend auf die Ergebnisse des Meet Ups werden nun konkrete Lösungsansätze zu den identifizierten Themenfeldern in mehreren Follow-up-Treffen weiterentwickelt.

Ein weiterer wichtiger Schritt zur Stärkung der lokalen Akteure der Musikwirtschaft ist der neu entwickelte Musikindex Rheinland-Pfalz, der beim Meet Up erstmals vorgestellt wurde. Ab April 2026 entsteht damit ein zentrales, öffentlich zugängliches Branchenverzeichnis für die gesamte Musikwirtschaft im Land. Unternehmen, Kreative, Selbstständige und Institutionen erhalten hier die Möglichkeit, Teil eines stetig wachsenden Netzwerks zu werden. Ob Festivals und Venues, Tonstudios, Licht- und Veranstaltungstechnik, Promotion- und Vertriebsstrukturen, Künstlermanagements, Musikhandel und Verlage oder Fachkräfte aus der Musikpädagogik: Der Musikindex Rheinland-Pfalz vernetzt, was bisher oft nur fragmentiert oder schwer auffindbar war. So werden nicht nur die vielfältigen Aktivitäten der Branche sichtbarer, sondern auch die Zusammenarbeit und gegenseitige Unterstützung erheblich erleichtert. 


Nächste Termine des Musikforums Rheinland-Pfalz:

  • Launch des Musikindex rlp am 13.04.26
  • Meet-Up „Inklusion bei Musikveranstaltungen” Trier in Kooperation mit Moselpop: 24. Oktober 2026, Tufa Trier, Wechselstraße 4, 54290 Trier

Das Musikforum Rheinland-Pfalz wird gefördert vom Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau, Träger des Netzwerks ist pop rlp – Das Kompetenzzentrum für Popularmusik.


Quelle: Musikforum Rheinland-Pfalz