Ludwigshafen – Heute, am 1. Juli 2026, fand am BASF-Standort Ludwigshafen die 36. Großschadensalarmübung statt. Rund 100 Einsatzkräfte der Gefahrenabwehreinheiten probten unter möglichst realistischen Bedingungen für den Ernstfall. Im Fokus stand ein anspruchsvolles Szenario mit Verpuffung und Folgebrand, bei dem eine Vielzahl an Verletzten simuliert wurde. Zahlreiche Gäste aus Behörden sowie Berufs- und Werkfeuerwehren verfolgten die Übung vor Ort. Zu den Anwesenden zählte auch Prof. Dr. Klaus Blettner, Oberbürgermeister der Stadt Ludwigshafen.

„Wer auf den Ernstfall vorbereitet sein will, muss ihn trainieren. Genau das machen wir mit unserer jährlichen Großschadensalarmübung, die seit mehr als 30 Jahren ein zentraler Bestandteil unseres umfassenden Übungskonzepts am Standort Ludwigshafen ist. Sie zeigt die hohe Professionalität unserer Einsatzkräfte und macht zugleich sichtbar, wie unsere Sicherheitsvorkehrungen greifen, um auch Großereignisse schnell und sicher unter Kontrolle zu bringen.“

Dr. Katja Scharpwinkel, Vorstandsmitglied der BASF SE und Standortleiterin Ludwigshafen
Die BASF-Werkfeuerwehr und -Notärzte arbeiten bei der Versorgung der Verletzten Hand in Hand. (Foto: BASF)
Die BASF-Werkfeuerwehr und -Notärzte arbeiten bei der Versorgung der Verletzten Hand in Hand. (Foto: BASF)

Das Übungsszenario in diesem Jahr: Durch einen technischen Defekt trat an einer Anlage im Werksteil Nord ein Stoffgemisch aus. Dabei entzündete sich die entstandene Produktwolke, was zu einer Verpuffung mit anschließendem Brand führte. Durch die Explosion wurden Trümmerteile weggeschleudert, die weitere Schäden an der Teilanlage verursachten. Die Werkfeuerwehr bekämpfte den simulierten Brand mit Wasserwerfern sowie einem der beiden Turbolöschern und rettete insgesamt elf verletzte Personen, die von geschminkten Auszubildenden gespielt wurden. Erstmalig kam bei der Übung auch der neue Einsatzleitwagen der Werkfeuerwehr zum Einsatz.

Die Verletzten wurden vor Ort von Notärzten und dem Rettungsdienst der BASF versorgt. Unterstützt wurden sie dabei vom Team des Großraumrettungswagens der Feuerwehr Ludwigshafen und der Abschnittsleitung Gesundheit mit dem Modul Führung der Stadt Ludwigshafen. Parallel führten Experten der Umweltzentrale unterschiedliche Messungen innerhalb und außerhalb des Werksgeländes durch. Die Standortsicherheit kümmerte sich um die weiträumige Verkehrslenkung und erfasste zudem die Daten von Vermissten und Verletzten. Auch das Kriseninterventionsteam der BASF übte den Einsatz und kümmerte sich um die psychosoziale Nachsorge aller Betroffenen.

Zur Bekämpfung des simulierten Brandes kam ein Turbolöscher zum Einsatz. (Foto: BASF)
Zur Bekämpfung des simulierten Brandes kam ein Turbolöscher zum Einsatz. (Foto: BASF)

Dr. Martin Kaller, Leiter Werkfeuerwehr und Standortsicherheit bei BASF, zog nach der Übung ein positives Fazit.

„Ein Einsatz gelingt vor allem dann, wenn alle Beteiligten Hand in Hand arbeiten. Auch in diesem Jahr hat die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Gefahrenabwehreinheiten und dem betroffenen Betrieb hervorragend funktioniert. Hier zeigt sich, wie wichtig regelmäßiges Training ist.“

Dr. Martin Kaller, Leiter Werkfeuerwehr und Standortsicherheit bei BASF
Die BASF-Standortsicherheit sorgt für die weiträumige Verkehrslenkung rund um den Einsatzort. (Foto: BASF)
Die BASF-Standortsicherheit sorgt für die weiträumige Verkehrslenkung rund um den Einsatzort. (Foto: BASF)

Quelle: BASF SE