Neustadt an der Weinstraße – Die feierliche Einweihung ihrer neuen Geschäftsstelle am heutigen Mittwoch, 01.07.2026, markiert für die Landesgartenschau Neustadt an der Weinstraße einen weiteren wichtigen Meilenstein auf dem Weg zum Gartenschaujahr. In der Roßlaufstraße 20 entstand ein inspirierender Arbeits- und Begegnungsort und zugleich ein Umbauprojekt, das beispielhaft zeigt, wie nachhaltiges Bauen im Bestand gelingen kann.

„Das Gebäude der neuen Geschäftsstelle zeigt, wie nachhaltiges Bauen im Bestand funktionieren kann und ist ein echtes Vorzeigeprojekt. Landesgartenschauen verändern Städte dauerhaft, schaffen Infrastruktur und stärken den Tourismus. Das haben die Landesgartenschauen in Kaiserslautern, Trier, Bingen und Landau gezeigt. Und dies zeichnet sich auch für Neustadt an der Weinstraße ab. Die gestiegenen Baukosten und zusätzliche Anforderungen im Deponierecht haben das Projekt vor echte Herausforderungen gestellt. Damit die Landesgartenschau ihr volles Potential entfalten kann, haben wir daher die Förderung noch einmal auf 23,1 Millionen Euro erhöht. Eine Investition, die sich lohnt, weil sie weit über die Gartenschau hinauswirkt. Ich freue mich darauf, wenn 2028 die Bürgerinnen und Bürger das Gelände entdecken und genießen können“, 

sagte der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Gordon Schnieder bei der heutigen Einweihung mit zahlreichen Gästen aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und den beteiligten Planungs- und Handwerksbetrieben.

Die neue Geschäftsstelle entstand durch den Umbau einer ehemaligen Gewerbehalle direkt am künftigen Landesgartenschaugelände. Das Gebäude wurde konsequent nach den Prinzipien der nachhaltigen Kreislaufwirtschaft (Cradle-to-Cradle) entwickelt – einem zentralen Leitgedanken der Landesgartenschau. Herzstück des Konzepts sind modulare Holzeinbauten in Holzrahmenbauweise, die ressourcenschonend gefertigt, flexibel nutzbar und später vollständig rückbaubar sind. Zudem wurde mit ökologischen Baustoffen wie Hanfkalkstein und Lehm gearbeitet. Der Entwurf für die modularen Holzeinbauten stammt aus einem Wettbewerb, der im Rahmen eines Masterprojektes an der RPTU Kaiserslautern ausgelobt worden war und vom Büro Richter Treitz architekten umgesetzt wurde.

„Die Geschäftsstelle der Landesgartenschau zeigt eindrucksvoll, wie kreislaufeffiziente Rohstoffe in zukunftsweisenden Bauprojekten eingesetzt werden können. Sie verbindet innovative Bauweise mit verantwortungsvollem Ressourceneinsatz und setzt damit ein starkes Zeichen für nachhaltiges Bauen.“

Christine Schneider, Ministerin für Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt und Forsten (MLWUF)

Das „Klimabündnis Bauen RLP“ hat mit Landesmitteln des MLWUF den Bau der Holzmodule als Beitrag zum Wissenstransfer und Leuchtturmprojekt mit 200.000 EUR gefördert.

Nachhaltigkeit konsequent umgesetzt

Auch die technische Ausstattung folgt konsequent dem Nachhaltigkeitsgedanken. Eine Wärmepumpe, die vorhandene Photovoltaikanlage sowie begrünte Fassaden sorgen für eine ressourcenschonende Energieversorgung und ein angenehmes Raumklima.

„Mit der Geschäftsstelle am Speyerbach haben wir nicht nur einen Arbeitsort für unser Team geschaffen, sondern auch ein sichtbares Beispiel dafür, wie die Bauwende gelingen kann. Mit dem Umzug in unmittelbare Nähe zum Landesgartenschaugelände haben wir immer im Blick, was uns antreibt.“

Geschäftsführerin Anne Pieper

Veranstaltungs- und Begegnungsort für Bürger und Partner

Von dem neuen Gebäude aus werden die Vorbereitungen für das Großereignis im Jahr 2028 koordiniert. Gleichzeitig wird die Geschäftsstelle als Veranstaltungs- und Begegnungsort vieler Gartenschau-Events den Bürgerinnen und Bürgern sowie Partnern auch schon vor 2028 offenstehen.

Im Rahmen der Einweihung erhielten die Gäste Einblicke in den aktuellen Stand der Arbeiten auf dem Landesgartenschaugelände und in die langfristigen Perspektiven des Areals. Die neue Geschäftsstelle steht dabei exemplarisch für den eingeläuteten Wandel.

„Vor weniger als einem Jahr haben wir den Start des Umbaus gefeiert. Heute können wir zeigen, dass aus einer ungenutzten Halle ein lebendiger Ort für Ideen, Zusammenarbeit und Zukunftsgestaltung entstanden ist. Die neue Geschäftsstelle ist ein wichtiger Baustein für die Landesgartenschau 2028 – und weit darüber hinaus.“

Oberbürgermeister Marc Weigel

Foto: (v.l.n.r.) Oberbürgermeister Marc Weigel, LGS-Geschäftsführerin Anne Pieper, Landesministerin Christine Schneider, Ministerpräsident Gordon Schnieder, Katharina Schuler (MdL), Dr. Marlene Gottwald (MdL)


Quelle: Landesgartenschau 2027 Neustadt an der Weinstraße gGmbH