Mainz – Die Entwicklung von starken MINT-Regionen im städtischen und ländlichen Raum, regionale und innovative MINT-Projekte und die systematische Förderung von Kitas und Schulen in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) haben das „MINT-Land Rheinland-Pfalz“ bundesweit als Leuchtturm platziert.
Insgesamt kooperieren dafür landesweit über 400 Kooperationspartner wie Hochschulen, Kommunen, Makerspaces, Schülerforschungszentren oder Verbände und Kammern mit Schulen und haben in den letzten Jahren dadurch über 30.000 Jugendliche mit Ihren MINT-Angeboten erreicht.
Fünf Ministerien der neuen Landesregierung, nämlich jene für Bildung, Wissenschaft, Wirtschaft, Umwelt, Arbeit und Frauen haben nun beschlossen, den erfolgreichen Weg der regionalen MINT-Förderung fortzuführen und weiter auszubauen. In vielen MINT-Berufen besteht weiterhin eine große Nachfrage nach Fachkräften, die nicht immer gedeckt werden kann. Davon sind Berufe mit dualer Ausbildung genauso betroffen wie Berufe, die ein Hochschulstudium voraussetzen.
Mit dem hierfür weiterentwickelten Förderwettbewerb „Auf- und Ausbau von MINT-Regionen und Projekten“ und 210.000 Euro Projektfördermitteln pro Jahr unterstützen die beteiligten Ministerien die regionalen Netzwerkstrukturen und Projekte vor Ort. Diese können vom Auf- und Ausbau regionaler Koordinierungsstellen, Makerspaces, Schülerforschungszentren oder MINT-Mobilen bis hin zur Durchführung von MINT-Festivals, Roadshows mit Unternehmen oder dem Angebot gendersensibler Workshops für Mädchen und junge Frauen reichen.
Die Förderung von praxisorientierten Bildungsprojekten zwischen Schulen und außerschulischen Kooperationspartnern bleibt damit weiter ein Teil der breit aufgestellten MINT-Strategie des Bildungsministeriums.
„Die Vielfalt unserer außerschulischen MINT-Angebote und Lernorte bietet eine hohe Praxisorientierung für das Lernen unserer Schülerinnen und Schüler. Diese steigern die Motivation und Begeisterung für MINT, da naturwissenschaftliche und technische Zusammenhänge direkt und anwendungsorientiert erlebbar werden und darüber hinaus Teamarbeit, Kommunikation und kritisches Denken gefordert sind. Genau diese Zukunftskompetenzen wollen wir im Rahmen unserer MINT-Strategie fördern.“
Bildungsministerin Dr. Ute Eiling-Hütig
Auch für das Wissenschaftsministerium ist eine fundierte Studienorientierung für MINT-Studiengänge von zentraler Bedeutung.
„Die Wissenschaft wird maßgeblich von MINT geprägt. Das gilt sowohl für die Erforschung neuer Technologien und Krankheiten, die Entwicklung von Impfstoffen ebenso wie für nahezu alle Bereiche der Biotechnologie. All diese Themenfelder sind dem MINT-Bereich zuzuordnen und erfordern dringend wissenschaftlichen Nachwuchs, damit wir den heutigen Anforderungen angemessen begegnen können. MINT ist für die Wissenschaft unverzichtbar. Das Wissen, das in den Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik vermittelt wird und interdisziplinär zum Einsatz kommt, bildet die Grundlage, für die Teilhabe an einer Welt, die zunehmend von Wissenschaft und Technik geprägt wird. Daher freue ich mich sehr, dass wir diese so wichtige Kooperation zur MINT-Förderung entlang der Bildungskette fortführen können.“
Wissenschaftsminister Clemens Hoch
Der MINT-Förderwettbewerb bietet darüber hinaus vielfältige Perspektiven für den Wirtschaftsstandort Rheinland-Pfalz.
„Eine starke Bildung in den klassischen MINT-Fächern ist ein entscheidender Standortfaktor für Rheinland-Pfalz. Unsere Unternehmen sind auf gut ausgebildete Fachkräfte angewiesen, um Innovationen zu entwickeln und im internationalen Wettbewerb erfolgreich zu bleiben. Deshalb setzen wir mit dem Förderwettbewerb gezielt Impulse für den Auf- und Ausbau leistungsfähiger MINT-Regionen und die Entwicklung innovativer Projekte. Wir stärken regionale Netzwerke und fördern neue Kooperationen zwischen Schulen, Hochschulen, Unternehmen sowie weiteren Partnern. Mit diesen Maßnahmen schaffen wir langfristige Strukturen für eine moderne MINT-Bildung. Unser Ziel ist es, mehr junge Menschen für MINT zu begeistern und ihnen frühzeitig Perspektiven für Ausbildung, Studium und Beruf in Rheinland-Pfalz aufzuzeigen.“
Wirtschaftsminister Michael Ebling
Auch das Landwirtschafts- und Umweltministerium beteiligt sich an diesem wichtigen Förderprogramm und verweist auf die Bedeutung von MINT-Kompetenzen und Fachkräften in den Bereichen Boden-, Wasser- und Artenschutz.
„Der Klimawandel und das Artensterben schreiten weiter voran und stellen Umwelt, Landwirtschaft und Weinbau gleichermaßen vor große Herausforderungen. MINT-Bildung ist ein entscheidender Schlüssel, um innovative Lösungen für den Boden-, Wasser- und Artenschutz zu entwickeln, klimaangepasste Anbauverfahren voranzubringen und natürliche Ressourcen verantwortungsvoll zu nutzen. An der Schnittstelle von MINT-Bildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung entstehen wichtige Impulse für eine leistungsfähige, nachhaltige und innovative Agrar- und Weinwirtschaft.“
Landwirtschafts- und Umweltministerin Christine Schneider
Ebenso steigt die Bedeutung einer gendersensiblen Ansprache von Frauen, um sie für die Möglichkeiten und Zukunftsperspektiven in MINT-Berufen zu begeistern.
„Die Förderung von Mädchen und Frauen in den MINT-Berufen ist eine Frage der Chancengerechtigkeit und zugleich eine Investition in die Zukunft unseres Landes. Solange Rollenbilder und strukturelle Hürden über Bildungs- und Berufswege entscheiden, sind gleiche Chancen nicht erreicht“, stellt Arbeits- und Frauenministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler fest. „Deshalb setzen wir uns mit der MINT-Initiative dafür ein, Mädchen und jungen Frauen die gleichen Möglichkeiten zu eröffnen, ihre Talente in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik zu entfalten – davon profitieren unsere Gesellschaft, unsere Wirtschaft und jede Einzelne.“
Arbeits- und Frauenministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler
Ziel des Förderwettbewerbs ist es den Ausbau von bereits bestehenden MINT-Regionen oder den Aufbau neuer MINT-Regionen sowie innovative, regionale MINT-Projekte zu fördern, die junge Menschen entlang der gesamten Bildungskette für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik und nachhaltige Entwicklung begeistern und gendersensibel ihr Interesse an diesen Fächern fördern.
Den erfolgreichen Projektträgerinnen und Projektträgern winkt eine Förderung von jährlich bis zu 30.000 Euro für den Auf- und Ausbau von MINT-Regionen oder bis zu 7500 Euro für regionale Projekte. Ergänzend zu der Förderung bietet die landeseigene MINT-Geschäftsstelle ein umfassendes Beratungs-, Vernetzungs- und Qualifizierungsangebot für die Projektträgerinnen und Projektträger an.
Ab sofort startet der Bewerbungszeitraum des Förderwettbewerbs MINT-Regionen und Projekte.Bewerbungsschluss ist der 02. Oktober 2026.
Die Bewerbungsunterlagen sind auf der Website der MINT-Geschäftsstelle unter https://mint.rlp.de/foerderung/aktueller-foerderwettbewerb abrufbar. Die MINT-Geschäftsstelle Rheinland-Pfalz berät und unterstützt die Bewerberinnen und Bewerber auf Anfrage und bietet digitale Beratungswerkstätten an. Die Anmeldung für diese Termine ist digital über https://mint.rlp.de/termine möglich.
Quelle: Ministerium für Bildung





