Kaiserslautern – Rund 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Westpfalz-Klinikums haben am Samstag, 05. September 2026, den Ernstfall geprobt. Bei einer groß angelegten Katastrophenschutzübung wurde ein externes Schadensereignis mit zahlreichen Verletzten simuliert. Etwa 50 Personen stellten dabei die Übungsverletzten dar.
Der Start der Übung verzögerte sich allerdings aus einem besonderen Grund: Noch bevor das simulierte Szenario beginnen konnte, wurde das Westpfalz-Klinikum tatsächlich mit einem größeren Einsatzgeschehen konfrontiert. Ein Brand hatte rund 20 Verletzte zur Folge. Die Einsatzkräfte und das Klinikpersonal mussten zunächst dieses tatsächliche Ereignis bewältigen. Erst anschließend konnte die geplante Übung aufgenommen werden.


Simuliert wurde eine Auseinandersetzung im Stadtgebiet mit insgesamt 50 Verletzten und Betroffenen. Die Leicht- bis Schwerstverletzten wurden durch den Rettungsdienst gesichtet und nach ihrer Verletzungsschwere triagiert und mit Anhängekarten versehen. Anschließend wurden sie dem Westpfalz-Klinikum zugeführt.
Die Übung stellte dabei bewusst eine besondere Herausforderung dar: Nicht alle Betroffenen kamen geordnet mit dem Rettungsdienst. Ein Teil der Verletzten machte sich selbstständig zu Fuß auf den Weg in die Klinik. Hinzu kamen Angehörige, die ebenfalls im Krankenhaus eintrafen. Dadurch entstand zunächst eine unübersichtliche Lage mit einer hohen Zahl an Menschen, die gleichzeitig die Klinik erreichten.
Das Westpfalz-Klinikum alarmierte daraufhin seine Krankenhauseinsatzleitung sowie dienstfreie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Eine Führungsstruktur wurde aufgebaut, um die eintreffenden Patienten zu koordinieren und die verschiedenen Bereiche des Krankenhauses auf die erhöhte Belastung einzustellen.


Geübt wurde außerdem die Zusammenarbeit der verschiedenen beteiligten Bereiche sowie die Kommunikation und Koordination durch die Krankenhauseinsatzleitung und den Krisenstab.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der hohen Frequentierung des Klinikums mit schwer- und schwerstverletzten Patienten. Gerade bei einem größeren Schadensereignis muss ein Krankenhaus in kurzer Zeit zahlreiche zusätzliche Patienten aufnehmen, behandeln und gleichzeitig den regulären Betrieb aufrechterhalten können.
Thorsten Hemmer, Geschäftsführer des Westpfalz-Klinikums, sagte, dass zukünftig häufiger geübt wird. Die letzte Übung war vor acht Jahren.
Der reguläre Betrieb des Westpfalz-Klinikums wurde durch die Übung nicht beeinträchtigt. Patientinnen und Patienten, die sich während des Übungszeitraums im Krankenhaus befanden, waren nicht Teil des Szenarios.











Quelle: Treffpunkt-Pfalz – Holger Knecht






