Silz – Im Herbst steht im Wild- und Wanderpark Südliche Weinstraße regelmäßig nicht nur die beeindruckende Hirschbrunft, der Besucherandrang aufgrund der Ferien und der herrlichen Farben sowie das traditionelle Herbstfest auf dem Programm. Nein, jedes Spätjahr gerät auch der Bericht des Geschäftsführers in der Gesellschafterversammlung in den Fokus.
So auch diesen Oktober: Daniel Kraus, Geschäftsführer der Freizeiteinrichtung, gab den Mitgliedern des Gremiums einen entsprechenden Einblick ins laufende Geschäft. Denn der Wild- und Wanderpark ist organisiert als Gesellschaft, genauer gesagt als GmbH, die sich zu 100 Prozent in Händen des Landkreises Südliche Weinstraße befindet. Regelmäßig tagt die entsprechende Gesellschafterversammlung.
Mehr Möglichkeiten zum Spielen und Toben
Daniel Kraus berichtete in der jüngsten Versammlung unter anderem von den kontinuierlichen Weiterentwicklungen und Instandhaltungen, die sein kleines Team weitgehend selbst umsetzt. Ziel sei es, den Wild- und Wanderpark für die Gäste, insbesondere für Familien, attraktiv zu halten.
„Wir haben zuletzt stark in Spielmöglichkeiten investiert.“
Daniel Kraus
Kinder sollen neben dem großen Abenteuerspielplatz im Talbereich des Parks auch auf dem weitläufigen Parkgelände vielerorts Gelegenheiten zum Toben haben – und damit auch einen Anreiz, die große Wanderrunde mit ihrer Familie zu meistern. Dank des Fördervereins habe auch ein neues Klettergerüst auf der Damwild-Wiese etabliert werden können.
„Die Besucherinnen und Besucher geben uns durchgehend gutes bis sehr gutes Feedback, wenn sie den Park verlassen“,
berichtete Kraus der Gesellschafterversammlung. Auch die Rezensionen im Internet seien zufriedenstellen. Er verwies auf die Lauschtour-App, mit der die Gäste seit einigen Monaten einen kostenfreien Audioguide übers eigene Handy nutzen können. Er steht auch auf Englisch und Französisch zur Verfügung.
„So kann ich Insiderwissen mit den Besuchern teilen, ohne dass ich persönlich jede Gruppe begleite“,
schmunzelte der Geschäftsführer, der in der App selbst mehrfach zu hören ist. Nicht verschweigen wolle er, so Kraus, dass sich das Freizeitangebot in der Region in den vergangenen zehn bis fünfzehn Jahren stark weiterentwickelt habe.
„Wir als Wild- und Wanderpark stehen dadurch natürlich unter einem gewissen Konkurrenzdruck. Unser absolutes Alleinstellungsmerkmal ist und bleibt jedoch, dass man bei uns vielen Tiere unmittelbar, ohne Zaun, begegnen kann. Auch die hohe Anzahl im Tierbestand, die großen Rudel von Dam- und Rotwild, sind eine Besonderheit.“
Daniel Kraus
Ein vergleichbares Erlebnis gebe es, auch über die Grenzen der Region hinaus, sehr selten. Ein großer Tierbestand bedeute natürlich auch einen hohen Bedarf an Heu und sonstigen Futtermengen, die aufgrund der anhaltenden Trockenheit im vergangenen Sommer derzeit auch zugekauft werden müssen. Das Team des Wildparks ernte jedoch weiterhin den Großteil des benötigten Heus selbst.
Gemeinschaft der Jahreskarteninhaber wächst
Kraus wies außerdem darauf hin, dass die Anzahl der Jahreskarten zuletzt gesteigert werden konnte.
„Rund 300 Familien haben derzeit eine solche Karte, die ab erstem Besuch ein Jahr lang gültig ist. Manche kommen sogar zwei, drei Mal die Woche vorbei, andere übers Jahr verteilt einige Male. Dann lohnt sich die Karte bereits“.
Daniel Kraus
Quelle: Kreisverwaltung Südliche Weinstraße






