Bad Dürkheim – Ein Brand in einem Patientenzimmer, Rauch in den oberen Etagen und zahlreiche Menschen, die sich nicht mehr selbstständig in Sicherheit bringen können: Dieses Szenario bildete die Grundlage für die Inspektionsübung der Freiwilligen Feuerwehr Bad Dürkheim am Donnerstag, 22.10.2026, in der Median Fachklinik für Psychosomatik. Gemeinsam mit dem Rettungsdienst und der Schnelleinsatzgruppe des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) wurde am Abend das Zusammenspiel der beteiligten Einsatzkräfte geprobt.
Der Übungsbeginn erfolgte um 19 Uhr, als die automatische Brandmeldeanlage der Klinik auslöste. Angenommen wurde ein Brand in einem Patientenzimmer im zweiten Obergeschoss. Die Brandschutztüren schlossen sich, während sich der Rauch im oberen Bereich des Gebäudes ausbreitete. Im gegenüberliegenden Gruppentherapieraum hielten sich rund 15 Personen auf, die durch die Rauchentwicklung gefährdet waren.
Zwei Klinikmitarbeiter hatten zunächst versucht, den Brand zu bekämpfen. Mit Brandverletzungen retteten sie sich anschließend durch den Bürotrakt auf das nördliche Vordach. Von dort machten sie an der vorgesehenen Anleiterstelle auf sich aufmerksam. Weitere Personen riefen von einem Balkon auf der Gebäuderückseite um Hilfe. Die Menschen im Gruppenraum machten sich durch Klopfen gegen eine Scheibe bemerkbar.


Verletzte mit unterschiedlichen Verletzungsmustern
Bereits gegen 18.30 Uhr hatten die Organisatoren die 20 Mimen geschminkt und auf ihre Rollen vorbereitet. Sie stellten unterschiedliche Verletzungen dar, darunter Verbrennungen an den Armen, Inhalationstraumen durch das Einatmen von Rauch sowie Schädel-Hirn-Traumata nach einem angenommenen Treppensturz. Zahlreiche Betroffene waren nur eingeschränkt gehfähig oder konnten überhaupt nicht laufen. Damit mussten die Einsatzkräfte auch die Rettung und Betreuung von Menschen berücksichtigen, die sich nicht aus eigener Kraft in Sicherheit bringen konnten.
Nach dem Alarm rückte die Feuerwehr zunächst mit einem Löschzug aus. Weitere Kräfte blieben vorerst in Bereitstellung. Die Einsatzkräfte erkundeten die Lage und lokalisierten anhand der Anzeige der ausgelösten Brandmelder an der Brandmelderzentrale den betroffenen Gebäudebereich. Ein Trupp stellte die Verrauchung fest und übermittelte seine Beobachtungen per Funk an den Gruppenführer. Dieser veranlasste über die Feuerwehreinsatzzentrale die Nachalarmierung weiterer Kräfte.


Rettung und medizinische Versorgung
Parallel zur Brandbekämpfung und Menschenrettung organisierte das DRK die medizinische Versorgung. Am Dürkheimer Fass sowie am Hauptgebäude der Klinik wurden Behandlungsplätze eingerichtet. Dort konnten die geretteten Übungspatienten untersucht und entsprechend ihrer dargestellten Verletzungen versorgt werden. Auch der Organisatorische Leiter und der Leitende Notarzt waren in die Übung eingebunden.
Insgesamt wurden alle 20 Mimen durch Feuerwehr und Rettungsdienst gerettet beziehungsweise betreut. An der Übung waren rund 60 Feuerwehrangehörige und 20 Kräfte des DRK beteiligt.
Zum Einsatz kamen zehn Fahrzeuge der Feuerwehr Bad Dürkheim, ein Fahrzeug der Feuerwehr Kallstadt sowie sieben Fahrzeuge des Rettungsdienstes und des Katastrophenschutzes.
Um 20.45 Uhr wurde die Übung für sämtliche beteiligten Kräfte beendet. Die Ergebnisse und der Ablauf werden zu einem späteren Zeitpunkt strukturiert ausgewertet. Dabei sollen die gewonnenen Erkenntnisse in die weitere Arbeit der beteiligten Organisationen einfließen.






















Quelle: Treffpunkt-Pfalz






