Mainz – Die gesundheitlichen Auswirkungen von Hitzeereignissen nehmen infolge des Klimawandels spürbar zu. Besonders ältere Menschen, chronisch Erkrankte, Kinder, pflegebedürftige Personen sowie Menschen, die beruflich im Freien arbeiten, sind von den Belastungen betroffen. Mit dem Hitzeaktionsplan Rheinland-Pfalz verfügt das Land über einen gemeinsamen strategischen Rahmen, um die Bevölkerung besser vor den gesundheitlichen Folgen extremer Hitze zu schützen. In der Sitzung des rheinland-pfälzischen Ministerrates stärkte die Landesregierung erneut die ressortübergreifende Zusammenarbeit zum Schutz der Bevölkerung vor den Folgen von Hitze.
„Hitzeschutz ist Gesundheitsschutz. Die zunehmenden Hitzeperioden stellen uns vor neue Herausforderungen, auf die wir uns als Gesellschaft gemeinsam einstellen müssen. Unser Ziel ist es, gesundheitliche Risiken frühzeitig zu erkennen, die Menschen zu sensibilisieren und besonders gefährdete Gruppen wirksam zu schützen. Die Auswirkungen von Hitze betreffen viele Lebensbereiche – von Gesundheit und Pflege über Bildung und Arbeit bis hin zur kommunalen Infrastruktur. Deshalb kann wirksamer Hitzeschutz nur ressortübergreifend gelingen. Der Hitzeaktionsplan schafft hierfür die notwendige Grundlage und stärkt die Zusammenarbeit aller Beteiligten.“
Ministerpräsident Gordon Schnieder und Gesundheitsminister Clemens Hoch
Der Hitzeaktionsplan Rheinland-Pfalz verstehe sich als ressortübergreifender Handlungsrahmen. Die Verantwortung für die Umsetzung konkreter Maßnahmen liege dabei bei den jeweils zuständigen Ressorts, vor allem aber bei den Kommunen und weiteren Akteuren.
Seit der Befassung des Ministerrats im Jahr 2025 konnten bestehende Strukturen weiter ausgebaut und verstetigt werden. Das Thema Hitze und Gesundheit wurde stärker in bestehende Präventions- und Klimaanpassungsstrategien integriert, die Zusammenarbeit zwischen den Ressorts intensiviert und die Vernetzung mit Kommunen und weiteren Partnern ausgebaut.
„Wir haben seit dem letzten Jahr wichtige Fortschritte erzielt. Hitze und Gesundheit werden heute deutlich stärker zusammengedacht als noch vor wenigen Jahren. Diesen Weg werden wir konsequent weitergehen, denn der Schutz der Bevölkerung vor den gesundheitlichen Folgen des Klimawandels bleibt eine zentrale Aufgabe.“
Gesundheitsminister Clemens Hoch
Eine wichtige Rolle spiele dabei die Zusammenarbeit mit den Kommunen. Diese erfolge insbesondere über das Klimakompetenzzentrum Rheinland-Pfalz sowie das Netzwerk der Klimaanpassungsmanagerinnen und -manager.
„Ziel bleibt es, Kommunen und Einrichtungen bei der Entwicklung und Umsetzung geeigneter Maßnahmen zu unterstützen und bestehende Erfahrungen landesweit nutzbar zu machen. Vor Ort entscheidet sich, wie wirksam Hitzeschutz ist. Deshalb setzen wir auf starke Netzwerke, einen engen Austausch mit den Kommunen und die gemeinsame Entwicklung praxistauglicher Lösungen. Nur so können wir die Menschen in Rheinland-Pfalz bestmöglich schützen.“
Gesundheitsminister Clemens hoch
Weitere Informationen finden Sie unter www.hitze.rlp.de
Quelle: Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Gesundheit





