Mainz – Das Ministerium für Kommunen, Bauen, Wohnen und Kultur in Rheinland-Pfalz vergibt gemeinsam mit der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (RPTU) 2026 erneut den Martha-Saalfeld-Preis. Der Literaturpreis umfasst einen Hauptpreis und einen Förderpreis.

„Der Literaturpreis würdigt die südpfälzische Lyrikerin und Romanautorin Martha Saalfeld. Die Nationalsozialisten entzogen ihr den Schriftstellerausweis, was mit einem Publikationsverbot ihrer Werke verbunden war. Der Martha-Saalfeld-Preis schafft heute Sichtbarkeit und fördert talentierte Schriftstellerinnen und Schriftsteller, die einen Bezug zu Rheinland-Pfalz haben.“

Kulturstaatssekretär Dr. Denis Alt

Mit dem Hauptpreis zeichnet das Land ein literarisches Werk aus, das über die Landesgrenzen hinaus Beachtung findet. Der Preis ist mit 8.000 Euro dotiert. Eine Fachjury schlägt die Preisträgerin oder den Preisträger vor. Kulturminister Sven Teuber entscheidet anschließend über die Vergabe.

Der mit 2.000 Euro dotierte Förderpreis unterstützt Autorinnen und Autoren, ein schriftstellerisches Arbeitsvorhaben umzusetzen. Bewerben können sich Schriftstellerinnen und Schriftsteller, die in Rheinland-Pfalz geboren sind, hier leben oder dem kulturellen Leben des Landes besonders verbunden sind. Auch Autorinnen und Autoren mit einem literarischen Projekt, das einen thematischen Bezug zu Rheinland-Pfalz hat, können ihre Bewerbung einreichen. Neben dem Preisgeld ist auch eine spätere Veröffentlichung des preisgekrönten Textes in dem vom Land herausgegebenen Lesebuch „Gegend Entwürfe“ verbunden. Autorinnen und Autoren können sich bis zum 15. September 2026 bewerben.

Studierende des Zentrums für Kultur- und Wissensdialog der RPTU wirken an der Auswahl der Förderpreisträgerin beziehungsweise des Förderpreisträgers mit.


Der nach der 1898 in Landau geborenen und 1976 in Bad Bergzabern gestorbenen Autorin Martha Saalfeld benannte Preis wurde 1994 erstmals vergeben. In den Jahren 2020 bis 2022 wurde die Preisvergabe wegen der Corona-Pandemie ausgesetzt, seit 2023 wird er vom Kulturministerium in Zusammenarbeit mit der RPTU wieder jährlich verliehen. Studierende der Universität wirken im Rahmen eines Seminars an der Auswahl der Förderpreisträgerin bzw. des Förderpreisträgers mit. Im vergangenen Jahr erhielt Ursula Krechel den Hauptpreis, die aus dem Westerwald stammende Autorin Alina Weber den Förderpreis.

Weitere Infos unter www.kulturland.rlp.de/preise.

Quelle: Ministerium für Kommunen, Bauen, Wohnen und Kultur