Mannheim / Ludwigshafen – Auch wenn die meisten Schulwegkostenträger im Juli 2026 nicht die Kosten für das Deutschland-Ticket für Schülerinnen und Schüler aus Rheinland-Pfalz übernehmen werden, müssen die betroffenen Kinder und Jugendlichen während der Sommerferien nicht auf Bus und Bahn verzichten. Der Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN) bietet verschiedene Möglichkeiten, auch in den Ferien flexibel und günstig unterwegs zu sein.
Die Sommerferien in Rheinland-Pfalz dauern vom 29. Juni bis 7. August 2026 und liegen damit vollständig im Monat Juli. Das Deutschland-Ticket für die meisten Schülerinnen und Schüler aus Rheinland-Pfalz wird von den Schulträgern entsprechend der gesetzlichen Vorgaben nur während der Schulzeit finanziert, weil aus Sicht der Landesregierung die Ferienzeit keine Bildungszeit darstellt. Deshalb besteht für den Monat Juli kein Anspruch auf Kostenübernahme durch die Stadt- und Landkreise.
Chipkarte im Juli deaktiviert
Die von den Schulwegkostenträgern finanzierten Deutschland-Ticket-Chipkarten für Schülerinnen und Schüler aus Rheinland-Pfalz werden für den Monat Juli deaktiviert und sind in dieser Zeit nicht als Fahrschein gültig. Chipkarten von Selbstzahlern sind selbstverständlich hiervon nicht betroffen.
Die Karten sollten dennoch sorgfältig aufbewahrt werden: Ab dem 1. August 2026 können sie – mit Ausnahme der von der rnv ausgegeben Chipkarten – wieder wie gewohnt genutzt werden.
Wer im Juli mit einer deaktivierten Chipkarte unterwegs ist, fährt ohne gültigen Fahrschein und muss mit einem erhöhten Beförderungsentgelt von 60 Euro rechnen.
Hinweis für rnv-Kundinnen und -Kunden
Kundinnen und Kunden der rnv erhalten rechtzeitig neue Chipkarten. Die bisherige Karte verliert dadurch ihre Gültigkeit und kann entsorgt werden. Der VRN bittet darum, alte und neue Karte nicht zu verwechseln.
Empfehlungen für den Juli
Für Fahrten während der Sommerferien stehen verschiedene Angebote zur Verfügung:
Deutschland-Ticket über die myVRN-App
Schülerinnen und Schüler, die auch im Juli deutschlandweit mit Bus und Bahn unterwegs sein möchten, können das Deutschland-Ticket bequem über die myVRN-App buchen.
Dabei gilt:
- Das Deutschland-Ticket wird als Abonnement angeboten.
- Bestellung und Kündigung müssen spätestens bis zum 10. Juli 2026 erfolgen.
- Das Ticket gilt deutschlandweit im öffentlichen Nahverkehr.
Flexibel unterwegs mit dem Luftlinientarif
Für alle, die nur gelegentlich fahren, bietet der VRN-Luftlinientarif eine einfache und flexible Alternative.
Dabei zahlen Fahrgäste nur für die Luftlinien-Kilometer zwischen Start- und Zielhaltestelle. Die Abrechnung erfolgt automatisch zum Bestpreis. Das bedeutet: Fahrgäste zahlen pro Fahrt, pro Tag und pro Monat nie mehr als den günstigsten Preis im jeweiligen Wabentarif.
Die Vorteile auf einen Blick:
- Automatische Bestpreis-Abrechnung
- Monatlicher Höchstbetrag von 68 Euro
- Bis zu vier Mitfahrende können beim Check-in angemeldet werden
- Mitfahrende zahlen nur 50 Prozent des Bestpreises des Hauptnutzers
- Bis zu drei Kinder unter sechs Jahren fahren kostenlos mit
Eltern-Kind-Funktion nutzen
Sowohl für das Deutschland-Ticket als auch für den Luftlinientarif steht die Eltern-Kind-Funktion zur Verfügung. Damit können Eltern die Bezahlung für minderjährige Kinder bequem übernehmen.
VRN-Geschäftsführer Dr. Michael Winnes bedauert es sehr, dass das Kultusministerium und die für die kommunalen Haushalte zuständige Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) das Schulgesetz so restriktiv handhaben, dass es den Stadt- und Landkreisen nicht möglich ist, auch in den Ferien das Deutschland-Ticket für ihre Schülerinnen und Schüler zu finanzieren.
„Das ist eine mittelbare Folge der Einführung des Deutschland-Tickets. Das Deutschland-Ticket ist günstiger als das frühere VRN-Schülerticket MAXX. Das MAXX-Ticket war jedoch ein Jahresabo, sodass das Land früher den Stadt- und Landkreisen auch die Kosten für die Ferienmonate ersetzen musste. Durch die monatliche Kündbarkeit des Deutschland-Tickets übernimmt das Land nun nur noch die Kosten für elf Monate. Damit zählt die Fahrgastgruppe, die am meisten auf den ÖPNV angewiesen ist, zu den Verlierern beim Deutschland-Ticket.
Der VRN setzt sich seit 2023 dafür ein, dass auch die Ferienzeit als Bildungszeit verstanden wird. Das würde die öffentliche Hand nicht einmal Geld kosten, denn mit dieser Kündigungswelle lassen sich keine Steuermittel einsparen. Die durch die Kündigung der Schülertickets entfallenden Fahrgeldeinnahmen erhöhen nämlich im Rahmen der Bestellung der Busverkehre entsprechend die von den kommunalen Verbandsmitgliedern zu leistenden Zuschüsse für die Linienbündel. Am Ende entlastet sich auch hier einmal mehr der Landeshaushalt zu Lasten der kommunalen Haushalte. Das führt zu dem absurden Ergebnis, dass insgesamt keine Ausgaben reduziert werden, die Schülerinnen und Schüler aber erheblich in ihrer Mobilität eingeschränkt werden. Gleichzeitig erzeugt die Aktion jedoch erhebliche Mehrkosten bei den Verbundunternehmen im Rahmen der Stornierung und Neuausgabe der Deutschland-Tickets. Eine nachhaltige Konsolidierung der öffentlichen Haushalte kann auf diese Weise nicht erreicht werden.“
Dr. Michael Winnes
Weitere Informationen zu den Angeboten und Tarifen finden Fahrgäste unter vrn.de. Der Ticketkauf ist einfach und bequem rund um die Uhr in der kostenlosen myVRN-App für Android und iOS möglich.
Verkehrsverbund Rhein-Neckar GmbH (VRN GmbH)





