Landau – Der Deutsche Wetterdienst weist für den Haardtrand und Teile des Pfälzerwaldes bereits die vierthöchste Waldbrand-Gefahrenstufe aus – am Donnerstag, 30. April, wird Stufe 5 erwartet.
Angesichts dieser Lage warnen die Freiwillige Feuerwehr Landau und das Forstamt Haardt eindringlich vor der hohen Waldbrandgefahr im Pfälzerwald. Besonders achtsam sollte man sich entlang des Haardtrands verhalten. Dieser Bereich ist vorwiegend mit Kiefern bewachsen, die aufgrund ihrer Beschaffenheit in Kombination mit dem aktuellen Wetter ein hohes Risiko für Brände darstellt:
„Die Nadelstreu der Kiefern trocknet schnell aus und wirkt wie ein leicht entzündlicher Teppich. In Verbindung mit bereits leichtem Wind kann sich ein Feuer innerhalb kürzester Zeit ausbreiten und große Waldflächen gefährden.“
Forstamtsleiter Philipp Hannemann
Bereits kleinste Zündquellen können ausreichen, um einen Brand zu entfachen.
Ein Großteil der Waldbrände wird nach wie vor durch menschliches Verhalten verursacht. Dazu zählen insbesondere achtlos weggeworfene Zigaretten, offenes Feuer, illegales Grillen sowie das Parken von Fahrzeugen auf trockenem Untergrund. Auch Funkenflug durch technische Geräte stellt eine unterschätzte Gefahrenquelle dar.
Das Forstamt Haardt sowie die Feuerwehr Landau richten daher einen dringenden Appell an alle Waldbesucherinnen und Waldbesucher:
- Vermeiden Sie offenes Feuer im Wald und in Waldnähe.
- Nutzen Sie ausschließlich ausgewiesene Grillplätze, sofern diese freigegeben sind.
- Werfen Sie keine Zigarettenreste in die Natur.
- Benutzen Sie nur ausgewiesene Parkplätze; trockene Grasflächen können sich durch heiße Katalysatoren unter den Autos entzünden!
- Halten Sie Zufahrtswege für Einsatzkräfte stets frei.
- Melden Sie Rauchentwicklungen oder Brände umgehend über den Notruf 112.
„Wenn Sie ein Feuer entdecken, wählen Sie die 112 und melden das Feuer – wo Sie sich gerade befinden, kann über die Rettungspunkte oder über das Smartphone ermittelt werden. Bleiben Sie für Rückfragen in der Leitung. Bitte halten Sie die Zufahrtswege in den Wald für unsere Löschfahrzeuge unbedingt frei – im Ernstfall zählt jede Sekunde.“
Brand- und Katastrophenschutzinspekteur Stefan Krauch
„Der Schutz unserer Wälder ist eine gemeinsame Verantwortung. Nur durch umsichtiges Verhalten kann verhindert werden, dass aus Unachtsamkeit eine Katastrophe entsteht.“
die Verantwortlichen beider Behörden
Der Pfälzerwald ist mit rund 180.000 Hektar eines der größten zusammenhängenden Waldgebiete Deutschlands und ein bedeutendes Biosphärenreservat. Das Forstamt Haardt betreut dabei eine Fläche von mehreren tausend Hektar Wald, die sich über besonders waldbrandgefährdete Bereiche am Ostrand erstrecken.
Quelle: Forstamt Haardt




