Landau – Das Land Rheinland-Pfalz unterstützt die Stadt Landau und die Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau (RPTU) bei ihrer Beteiligung am europäischen Interreg-B-Nordwesteuropa-Projekt „Liveable Cities“.
Mit der Kofinanzierung durch Landesmittel soll die finanzielle Hürde für die Teilnahme an europäischen Kooperationsprojekten gesenkt und Kommunen der Zugang zu solchen Fördermöglichkeiten erleichtert werden. Staatssekretär Daniel Stich überreichte die entsprechenden Förderbescheide in Höhe von insgesamt 119.000 Euro am 21. Oktober 2026 an beide Projektpartner. Die Übergabe fand im historischen Empfangssaal des Rathauses statt.
„Lebenswerte Städte entstehen dort, wo wir Klimaschutz, Artenvielfalt und eine hohe Aufenthaltsqualität zusammendenken. Europäische Kooperationen bieten dafür wertvolle Impulse und konkrete Lösungsansätze. Mit unserer Kofinanzierung helfen wir dabei, dass auch Kommunen, die finanziell weniger Spielraum haben, von diesen Chancen profitieren und innovative Ideen vor Ort umsetzen können.“
Staatssekretär Daniel Stich
Das Projekt „Liveable Cities“ läuft von 2026 bis 2029 und vereint zwölf Partner aus fünf europäischen Ländern. Im Mittelpunkt stehen die Folgen nicht nachhaltiger Stadtentwicklung, darunter der Verlust biologischer Vielfalt, Luftverschmutzung und die zunehmende Anfälligkeit gegenüber den Folgen des Klimawandels. Ziel ist es, diese Folgen abzubauen und Städte durch sogenannte blau-grüne Infrastrukturen widerstandsfähiger und lebenswerter zu gestalten. Dazu zählen beispielsweise begrünte Dächer, urbane Feuchtgebiete und ökologische Verbindungskorridore.
In Landau setzen Stadt und RPTU gemeinsam konkrete Pilotmaßnahmen um. Neben baulichen und ökologischen Maßnahmen sieht das Projekt Qualifizierungsangebote vor, mit denen mehr als 190 Personen aus Verwaltung, Wissenschaft und Zivilgesellschaft geschult werden sollen. So sollen Wissen und Kompetenzen für eine nachhaltige Stadtentwicklung gestärkt und die gewonnenen Erkenntnisse für die praktische Anwendung nutzbar gemacht werden.
Die europäische Förderung im Rahmen des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) deckt regulär 60 Prozent der förderfähigen Projektkosten ab. Der verbleibende Anteil kann insbesondere für finanzschwache Kommunen eine erhebliche finanzielle Hürde darstellen. Mit der ergänzenden Landesförderung reduziert Rheinland-Pfalz diese Belastung und erleichtert so die Beteiligung an transnationalen Projekten. Voraussetzung für die Kofinanzierung ist, dass die Vorhaben das reguläre europäische Auswahlverfahren erfolgreich durchlaufen haben.
Mit der Unterstützung von „Liveable Cities“ unterstreicht das Land die Bedeutung europäischer Zusammenarbeit für die kommunale Entwicklung. Zugleich stärkt es den Wissenstransfer zwischen Wissenschaft und Praxis, damit innovative Ansätze für klimaangepasste und ökologisch nachhaltige Städte auch vor Ort Wirkung entfalten können.
Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Tourismus, Energie und Klima






