Kandel – Rund 400 junge Soldaten haben am Donnerstag, 10. September 2026, im Bienwaldstadion in Kandel ihr feierliches Gelöbnis beziehungsweise ihren Diensteid abgelegt. Beteiligt waren Rekruten des Luftwaffenausbildungsbataillons aus Germersheim sowie des Artillerielehrbataillons 345 aus Idar-Oberstein.

Bereits am Vormittag konnten Besucher militärisches Gerät aus nächster Nähe besichtigen. Unter anderem waren eine Panzerhaubitze 2000, ein MARS-II-Raketenwerfer, Drohnen und weitere Fahrzeuge ausgestellt. Auch ein Hubschrauber war im Stadionbereich zu sehen. Dieser flog vor dem Einmarsch der Formationen zurück zu seinem Stationierungsort (Transporthubschrauberregiment 30 in Niederstetten).

Am Nachmittag stand nach dem Feldgottesdienst die eigentliche Zeremonie im Mittelpunkt. Unter den Augen von Angehörigen, Freunden und zahlreichen Gästen marschierten die Einheiten ins Stadion ein: das Heeresmusikkorps Koblenz (Leitung: Major Holger Kolodziej) mit dem Spielmannszug des Musikkorps der Bundeswehr aus Siegburg, die Fahnenabordnungen beider Bataillone und die Ehrenformation, die vom Luftwaffenausbildungsbataillon gestellt wurde.

Oberstleutnant Frank Wirths, Kommandeur des Luftwaffenausbildungsbataillons, richtete sich an die Rekruten. Er betonte die Verantwortung der Soldaten für Frieden, Freiheit und Sicherheit sowie ihren Auftrag zum Schutz der freiheitlich-demokratischen Grundordnung.

Die Gelöbnisrede hielt Kandels Stadtbürgermeister Michael Gaudier. Er verwies auf die enge Verbindung zwischen der Stadt und der Bundeswehr. Kandel ist seit 2023 Patenstadt der 5. Kompanie des Luftwaffenausbildungsbataillons Germersheim. Die Zusammenarbeit zeigt sich unter anderem bei Veranstaltungen und sportlichen Aktivitäten.

Anschließend legten die Rekruten ihr Gelöbnis ab beziehungsweise sprachen die Soldaten auf Zeit ihren Diensteid. Für die jungen Soldaten und ihre Angehörigen bildete die Zeremonie damit den offiziellen Abschluss eines wichtigen Abschnitts ihrer bisherigen Ausbildung. Für Aufsehen sorgten zwei Eurofighter des Taktischen Luftwaffengeschwaders 31 „Boelcke“ aus Nörvenich, die das Bienwaldstadion zweimal überflogen.


Quelle: Treffpunkt-Pfalz – Holger Knecht