Landau – Mehr Räder, mehr Stationen und erstmals Pedelecs: Beim Fahrradvermietsystem in Landau tut sich was. Zum 1. März 2027 wird das neue VRNrad starten – und dabei ein deutlich größeres Angebot mitbringen.

Statt bislang 70 Fahrrädern an 14 Stationen sollen künftig 107 klassische Fahrräder plus 22 Pedelecs an bis zu 23 Stationen zur Verfügung stehen. Darüber informierten Bürgermeister Lukas Hartmann und der Leiter der Abteilung ÖPNV und Mobilität Stefan Grewenig in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Mobilität und ÖPNV. 

„Das ist ein richtig guter Schritt für die Mobilität in Landau. 129 Leihräder, erstmals Pedelecs und bis zu 23 Stationen: Damit wird das Angebot deutlich größer und attraktiver. Gerade für kurze Wege in der Stadt ist das Fahrrad oft die einfachste und schnellste Lösung. Mit VRNrad schaffen wir noch mehr Möglichkeiten, spontan aufs Rad umzusteigen und verschiedene Verkehrsmittel miteinander zu kombinieren.“

Lukas Hartmann

Seit 2020 gibt es in Landau das System VRNnextbike. Der Stadtrat hatte bereits im Juli 2025 beschlossen, das Angebot fortzuführen und sich als sogenannte Basiskommune an der gemeinsamen Ausschreibung des Verkehrsverbunds Rhein-Neckar (VRN) für das neue System VRNrad zu beteiligen. Den Zuschlag im europaweiten Vergabeverfahren erhielt erneut die nextbike-Gruppe.

Und die frühzeitige Beteiligung an der Ausschreibung zahlt sich aus: Für das vorgesehene städtische Budget von insgesamt 320.000 Euro bis einschließlich Februar 2035 erhält Landau deutlich mehr Räder und Stationen, als dies bei einem späteren Einstieg möglich gewesen wäre. 

Vom Bus aufs Rad – und alles in einer App

Neu ist aber nicht nur die Größe des Angebots. VRNrad soll künftig noch stärker Teil des gesamten öffentlichen Mobilitätsangebots werden. Das Fahrradvermietsystem wird tief in die myVRN-App integriert. So sollen Bus, Bahn und Leihrad noch einfacher miteinander kombiniert werden können.

„Wir wollen Mobilität nicht in einzelnen Verkehrsmitteln denken, sondern als Gesamtsystem. Vielleicht geht es mit dem Bus in die Innenstadt, mit dem Leihrad weiter zum nächsten Termin und später mit der Bahn nach Hause. Je einfacher diese Wechsel funktionieren, desto attraktiver wird es, das eigene Auto auch mal stehen zu lassen.“

Stefan Grewenig

Mehr Räder dort, wo sie gebraucht werden

Auch beim Service soll sich etwas tun. nextbike wird das System künftig noch intensiver betreuen und die Räder häufiger zwischen den Stationen umverteilen. Das soll dafür sorgen, dass die Leihräder möglichst zuverlässig dort verfügbar sind, wo sie gerade gebraucht werden.

Wo genau die bis zu 23 Stationen entstehen und wie viele Fahrräder jeweils dort bereitstehen, wird derzeit erarbeitet. In den kommenden Wochen und Monaten legt die Stadt die Standorte und die jeweilige Ausstattung fest. Sie wird dabei auch den beiden größtenStadtdörfern Godramstein und Queichheim anbieten, eine eigene Station zu bekommen – ein Test für die weiteren Dörfer. 

Anschließend wird es sichtbar: Ab Dezember 2026 sollen die Stationen auf- beziehungsweise umgebaut werden. Im Februar 2027 werden dann schließlich die neuen Räder angeliefert und im Stadtgebiet verteilt.


Quelle: Stadt Landau in der Pfalz