Dahn – Vom 11. Oktober bis 08. November zeigt die Kreisgalerie Dahn die Ausstellung „Gegensätze – Bewegend bewegt“ der Künstlerinnen Ute Belser und Filomena Höh. Besucher können sich auf eine Gegenüberstellung aus Skulpturen und farbintensiven Bildern freuen.
In der Kreisgalerie in Dahn werden keramische Plastiken aus Porzellan und Steinzeugton von Ute Belser gezeigt. Diesen stehen serielle Bildarbeiten von Filomena Höh gegenüber: bemalte Acrylglasplatten, die mit Collagen, Handdrucken, Grafiken und Monotypien verbunden sind. Die Ausstellung ist dienstags bis sonntags von 15 bis 18 Uhr geöffnet, der Eintritt ist frei. Zu diesen Zeiten kann auch die Dauerausstellung der Kreisgalerie besucht werden.
Der Kreisbeigeordnete Peter Sammel lädt für Sonntag, 11. Oktober, um 11 Uhr zur Vernissage ein, bei der ein Künstlergespräch in die Ausstellung einführt. Den musikalischen Rahmen gestalten Tatjana Schneider (Geige) und Yanina Zhurba (Klavier), Lehrkräfte der Kreismusikschule Südwestpfalz.

Die Werke von Ute Belser kreisen um das Menschsein im Raum und in der Zeit: in Balance oder Bewegung, gemeinsam oder allein, individuell oder uniform sowie im Spannungsfeld zwischen Kosmos und Erde. Mit ihren keramischen Skulpturen versucht sie, Haltungen, Stimmungen und Charaktere sichtbar zu machen. Die Skulpturen entstehen aus verschiedenen keramischen Massen und Farben und werden mit unterschiedlichen Brennmethoden bearbeitet.
Ausgangspunkt für die Bilder von Filomena Höh ist ihre Begeisterung für bunte Glasfenster. Die starke Wirkung von Farbe steht im Mittelpunkt ihrer Arbeiten. Hier wird der Fluss der Farben dem Zufall überlassen. Für den Versuch, die Gegensätzlichkeit von Chaos und Ordnung zu vereinen, dienen collagierte, grafische Linien als Ausdruck einer spannungsvollen, expressiven Stimmung.
Ute Belser wurde in Nürtingen am Neckar zwischen Stuttgart und Tübingen in einer Handwerkerfamilie geboren und ist dort aufgewachsen. Früh hat sie sich dem Material Ton zugewandt und zunächst eine Lehre als Scheibentöpferin in Baden-Baden bei Eike Reuter absolviert. Es folgte ein Studium im Fach Keramik an der Freien Kunstschule in Nürtingen. In ihrem eigenen Atelier schuf sie Keramiken und ergänzte 2002 eine dreijährige Ausbildung zur Keramikgestalterin in Höhr-Grenzhausen, die sie 2005 mit der Meisterprüfung als Keramikerin abschloss. Gleich zu Beginn ihrer Ausstellungstätigkeit erhielt sie den Perron-Kunstpreis Porzellan der Stadt Frankenthal.
Filomena Höh ist freischaffende Künstlerin, geboren in Pazardjik, Bulgarien. Nach ihrer Ausbildung im klassischen Gesang am Musik-Kunst-Gymnasium studierte sie am Konservatorium Plovdiv in Bulgarien. Ihre Lehrtätigkeit für Musik am Gymnasium Belovo in Bulgarien beendete sie 1974 und siedelte nach Pirmasens über. Dort bildete sie sich künstlerisch weiter und präsentiert seit 1993 ihre Werke öffentlich in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen.
Quelle: Kreisverwaltung Südwestpfalz






