Zweibrücken – Mit einem großen Festakt beging das Fallschirmjägerregiment 26 am Samstag, 30. August 2025, sein zehnjähriges Bestehen. Die Bundeswehr lud die Bevölkerung herzlich zu einem Tag der offenen Tür in die Niederauerbach-Kaserne ein. Zum Auftakt der Feierlichkeiten fand um 10 Uhr auf der Grasrennbahn Zweibrücken ein Regimentsappell statt.
Nach dem Einmarsch der Kompanien des Fallschirmjägerregiments 26, die in Zweibrücken und Merzig beheimatet sind, zog das Heeresmusikkorps Koblenz (Leitung: Hauptmann Holger Kolodziej), die Truppenfahne und der Ehrenzug ein. Regimentskommandeur Oberst Oliver Henkel und Staatssekretär Daniel Stich, Ministerium des Innern und für Sport, schritten die Front ab.

Staatssekretär Daniel Stich dankte den Rekrutinnen und Rekrutinnen „für den Dienst für unser Land, für das Eintreten für unsere Werte und für die Freiheit und Sicherheit zu verteidigen“.
„Seien Sie sich immer bewusst, daß Sie mit Ihrem Einsatz unsere Freiheit und Sicherheit weltweit und rund um die Uhr schützen, getreu dem Motto der Fallschirmjäger „einsatzbereit, jederzeit, weltweit“.
Daniel Stich
Daniel Stich betonte, dass sich die geopolitischen Herausforderungen geändert haben und dass die sicherheitspolitischen Herausforderungen größer geworden sind. Deshalb sei gemeinsame Stärke wichtig, „damit diese Gesellschaft frei und sicher leben kann.“ Die Gesellschaft müsse wehrhaft und kriegsfähig sein, aber mit dem Wunsch, niemals Kriege führen zu müssen. Wichtig sei es, sich verteidigen zu können, um in Frieden und Sicherheit leben zu können.

In seiner Rede dankte Regimentskommandeur Oberst Oliver Henkel Oberbürgermeister Dr. Marold Wosnitza, der sich stark für die Soldaten einsetzt. Unter anderem wurden Wohnungen in der Kanadasiedlung gebaut.
Im Jahr 2015 wurden aufgrund der Neustrukturierung der Bundeswehr das Fallschirmjägerbataillon 261 Lebach, Luftlandeunterstützungsbataillon 262 Merzig und Fallschirmjägerbataillon 263 Zweibrücken aufgelöst und das Fallschirmjägerregiment 26 neu aufgestellt. Die Soldaten des FschJgRgt 26 waren seitdem bei Übungen und Einsätzen in Ungarn, Rumänien, Litauen, Alaska, Australien, Mali, Niger, Afghanistan, Kosovo, Irak, Jordanien, Sudan und Libanon aktiv. Oberst Henkel bedankte sich bei seinen Soldaten und den Familien für die Unterstützung und Erleiden zahlreicher Entbehrungen. Weiter gedachte er an die Fallschirmjäger, die ihr Leben in Ausübung ihres Dienstes in Deutschland und im Ausland verloren haben.
Rekruten sprechen die Gelöbnisformel
Nach Vortreten der Fahnenzugs und Abschwenken der Truppenfahne schworen die Rekruten den folgenden Eid:
„Ich gelobe der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen und das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen, so wahr mir Gott helfe.“
Nach dem Erklingen der Nationalhymne gratulierten Oberbürgermeister Dr. Wosnitza, Brigadegeneral Ulrich Werner Ott (Stellvertretender Kommandeur der Division Schnelle Kräfte) und Staatssekretär Stich und Oberst Henkel der Rekrutenabordnung stellvertretend für alle angetretenen Rekruten.
Brigadegeneral Ulrich Werner Ott verlieh gemeinsam mit Staatssekretär Daniel Stich das vom Inspekteur des Heeres ausgerufene und vom Bundespräsident gestiftete Fahnenband Einsatz und das Fahnenband des Ministerpräsidenten von Rheinland-Pfalz. Die Fahnenbänder wurde von einem Roboterhund gebracht.
Ein Höhepunkt war die Sprungdemonstration von vier Freifallern, die punktgenau auf der Grasrennbahn landeten.
Im Anschluss marschieren die Fallschirmjäger in die Niederauerbach-Kaserne, wo die Gäste beim Tag der offenen Tür Einblicke in den Alltag und die Ausrüstung der Truppe erhalten.
























Quelle: Treffpunkt-Pfalz – Holger Knecht