Hauenstein – Klassik und Jazz, Cover-Rock und Pfälzer Comedy, Tribute-Bands und eine musikalische Lesung von Weltliteratur – diese bunte Melange bietet das Jahresprogramm der Initiative „Kultur im Dorf“ im neuen Jahr. Auch 2026 gilt: Der Eintritt ist kostenlos, man bittet um Spenden.

Das Jahresprogramm wird am 24. Januar mit dem Programm „Remember Cat Stevens“ eröffnet. Ja, wer erinnert sich nicht an Steven Demetre Georgiou, der als Cat Stevens mit Liedern wie „Moonshadow“ oder „Lady D’Arbanville“, mit besonderer Gitarrentechnik und mit charakteristischer Stimme den Folkpop der Siebziger maßgeblich prägte. Als „Yusuf“ wurde er später in die Rock’n’Roll Hall of Fame aufgenommen. Adrian Schwartz (Gitarre und Gesang), Elmar Schork (Gitarre und Gesang) und Peter Lotz (Bass und Gesang) lassen die Musik des genialen Musikers wieder wach werden.

Schlicht „Lieblingsstücke“ ist das Programm überschrieben, das Markus Lein und Grigori Meschwelischwili am 22. März in der Bartholomäuskirche präsentieren werden. Besonders am Herzen liegen dem Violinisten und dem Organisten beispielsweise Choräle von Johann Sebastian Bach oder Werke von Georg Friedrich Händel, aber auch die Musik eines Serge Rachmaninow oder Ludovico Enaudi.

Pfälzisch-deftig geht es am 11. April, 20 Uhr, im Bürgerhaus zu, wenn Gerd Kannegieser mit frecher „Gosch“ und mit seinem neuen Programm „Aller, mer sieht sich“ einen besonderen Blick auf die manchmal verquere Welt wirft. Der „Stammtischphilosoph“ ist kein vordergründiger „Comedian“. Bei ihm bleibt oft nach manchem gedanklichen „U-Turn“ das Lachen im Hals stecken und schlägt um in Nachdenklichkeit.

„Old School-Folk Rock“ verspricht der Auftritt der Band „The Strangers“, der am 09. Mai, ab 19.30 Uhr über die Bühne des Bürgerhauses geht. „Vier Musiker, drei Stimmen, zwei Gitarren“, so hat man die Musik des Quartetts, dessen Musiker aus dem Saarland und aus der Südwestpfalz kommen, beschrieben. Sängerin „Easy“ Krohn wurde übrigens gerade mit einem Musikpreis des Regionalverbandes Saarbrücken ausgezeichnet. Die Band ist beeinflusst von der Musik der Siebziger, versteckt sich aber nicht hinter einer nostalgischen Fassade und beweist musikalische Kreativität.

Vom 29. Mai bis 31. Mai feiert man in der Hauensteiner Ortsmitte 140 Jahre Schuhindustrie und man tut das mit dem dreitägigen Schuhmachermarkt, dem der „Hääschdner Kultursommer“ in diesem Jahr weicht. Musik gibt es auf dem Markt reichlich: Unter anderem wird man auf den Bühnen im Ortszentrum die „Anonyme Giddarischde“ und „Acoustic Vibrations“ erleben können.

Mit einer nicht alltäglichen Besetzung kommt am 22. August, 20 Uhr, „Mélange à Deux plus Kontrabass“ ins Bürgerhaus. Das Ensemble interpretiert mit Oboe, Akkordeon und Kontrabass stilistische Vielfalt: Titel der Piaf („La vie en rose“), von Gershwin („Summertime“) oder Piazzola („Libertango“) zählen ebenso zum Repertoire wie der Rock-Kracher „Nothing else matters“ der Metal-Band Metallica.

„Bluesrock, der wie ein Güterzug schwer, massiv und unaufhaltsam dahinrollt, das ist die absolute Stärke der wilden Crazy Heart Connection“, so beschrieb die „Rheinpfalz“ einen Gig der „Crazy Heart Connection“, die am 19. September, 19.30 Uhr, im Bürgerhaus gastiert. Die Bandkombiniert Elemente des Blues und des Alternative Rock zu einem eigenen Stil.

„The Boxer“, “The Sound of Silence” oder “Scarborouh Fair” – wem bei diesen Titeln warm ums Herz wird, der ist am 07. November ab 19.30 Uhr im Bürgerhaus bestens aufgehoben, wenn „The Old Friends“ Laurent Kremer und Daniel Bour das berühmte Re-Union-Konzert von Simon & Garfunkel im New Yorker Central Park lebendig werden lassen, bei dem sie ihre bekanntesten Folk Rock Songs mit großer Band, warmem Sound und nostalgischer, zugleich politisch aufgeladener Stimmung präsentierten.

Feinsten Jazz aus der Südwestpfalz liefert am 21. November, 19:30 Uhr, im Bürgerhaus die Formation „Jazz’n“. Thomas Andelfinger an der Gitarre, Sebastian Sommer am Bass und Andreas Rauth am Schlagzeug bespielen das breite Feld des Jazz auf innovative Weise. Zum einen dienen klassische Jazz-Standards als Grundlage für ausgedehnte Improvisationen, zum anderen fließen auch zunehmend Eigenkompositionen in das Programm ein.

Das traditionelle Adventskonzert, das alljährlich den Abschluss des Hauensteiner Weihnachtsmarktes markiert, ist 2026 anders als gewohnt gestaltet. Am 06. Dezember, 18.30 Uhr präsentiert der Musikpädagoge Hans-Jürgen Thoma in der Bartholomäuskirche in einer „musikalischen Lesung“ Antoine de Saint-Exupérys „Der kleine Prinz“. Er kombiniert Musik, Literatur und Malerei, begleitet den Text mit Cembalo-Musik von Johann Sebastian Bach und W.A. Mozart beispielsweise und zeigt Bilder der Bonner Künstlerin Heidi Adrian, die die Welt des kleinen Prinzen auf besondere Weise interpretieren.

Fragezeichen gibt es noch für einige weitere Veranstaltungen: So belebt „Kultur im Dorf“ die örtlichen Feste immer wieder mit Auftritten regionaler Künstler. Wer an Kerwe oder am Frühlingsfest auftritt, wer denn beim Schuhmachermarkt außer den Genannten für die „Mucke“ sorgt, das wird noch geklärt werden.

Auch im kommenden Jahr bleibt die Inititative ihrem Motto „Eintritt frei, um eine Spende wird gebeten“ treu, um die hochklassigen Kulturveranstaltungen zugänglich für Jedermann zu halten.  Neben den Spenden des Publikums finanziert sich das Programm durch Unterstützung der Sparkassen Stiftung Südwestpfalz sowie vieler lokaler Unternehmen und Geschäftsleuten. Außerdem beteiligt sich die Ortsgemeinde Hauenstein an den Kosten. 


Quelle: Kultur im Dorf – Arbeitskreis der Ortsgemeinde Hauenstein


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