Dahn – Die Künstlerin Corinne Albrecht zeigt in der Kreisgalerie in Dahn ihre zwei Werkreihen „Fréquences HZ“ und „Luciole – Janus“. Die Werke sind dort von 24. Mai bis 21. Juni zu sehen. Sie laden das Publikum immer dienstags bis sonntags zwischen 15 und 18 Uhr bei freiem Eintritt ein, unsere Verbindung zu den natürlichen Elementen zu hinterfragen.
Bei der Vernissage am Sonntag, 24. Mai, kann der Kreisbeigeordnete Peter Sammel ab 11 Uhr Klaus Kadel-Magin als Laudator begrüßen, der in die Ausstellung einführt. Marc Boukouya, der an der Musikschule Homburg tätig ist, umrahmt die Veranstaltung mit der Posaune. Corinne Albrecht freut sich an diesem Sonntag auf viele Gespräche mit dem interessierten Publikum. Ein Raum der Kreisgalerie zeigt Albrechts Gemälde der Serie „Fréquences HZ“, die sie 2020 begann. Dabei wurde sie von Musikern inspiriert, deren instrumental erzeugte Frequenzen mit den entstehenden Werken in Beziehung traten. Sie gingen in Resonanz.
„Unser Körper, vom Herzen und Gehirn bis zur Haut, empfängt Schwingungen und Informationen aus der Erde, die bis zum Kern vordringen.“
Corinne Albrecht

Wie lässt sich musikalische Emotion in non-verbaler Kommunikation darstellen? Albrecht antwortet darauf mit Arbeiten in Pastell, Öl und Pigmenten auf Papier und Aluminium-Verbundplatten. Die Gemäldeserie „Luciole – Janus“ (Glühwürmchen), die 2024 begann, ist im anderen Raum der Kreisgalerie zu finden. Hier nutzt Corinne Albrecht Erde, Wasser, Pigmente und Knochenleim auf Leinwand. Die Werke entstanden in einem Prozess zwischen Konstruktion und freier Zirkulation. Die Bildmembran, die sich auf der Oberfläche offenbart, spielt mit Raum, Zeit und auch Licht. Je nach Lichteinfall verändern die Farben der „Luciole“ ihr Aussehen.
Corinne Albrecht wurde 1968 in Straßburg geboren. Sie hat Kunst studiert und den Bachelor in Bildender Kunst absolviert, das Diplom der bildenden Künste abgelegt und ihren Master abgeschlossen. Von 2007 bis 2012 hatte sie ihr Atelier im französischen Meisenthal, dazwischen arbeitete sie von 2009 bis 2010 auch in Pirmasens im Atelier Kunstprozesse. Von 1993 bis 2023 war sie in Straßburg tätig, seitdem arbeitet sie in Geudertheim. Ihre Vita weist seit 1993 zahlreiche Ausstellungen in Frankreich, Deutschland, aber auch der Schweiz, den USA und Südkorea auf. Ein zentrales Thema ihrer Arbeit ist die Entstehung des Lebens und die Beziehung des Menschen zu natürlichen Elementen. Wasser und Transparenz bilden seit rund 25 Jahren einen Schwerpunkt ihrer malerischen Untersuchungen. Dabei nutzt sie unter anderem Träger, die Überlagerungen von Farben und räumliche Wirkungen ermöglichen, etwa Glasplatten. Ihre künstlerische Praxis ist eng mit der Auseinandersetzung mit Landschaft, Naturelementen und der Rolle des Menschen verbunden. Seit 2019 arbeitet sie zudem mit Anregungen aus dem Buch „Die Wege des Lichts“ von Trinh Xuan Thuan, das sie mit Fragen zu Klang und Frequenzen verbindet.
Quelle: Kreisverwaltung Südwestpfalz




