Speyer – Am Donnerstag, 30. April 2026, um 17 Uhr eröffnet Bürgermeister Prof. Dr. Alexander Schubert die Ausstellung ”Ein Leben lang Neues” von Manuel Thomas; die Einführung hält Dr. Karl B. Murr, Museumsleiter des tim – Staatliches Textil- und Industriemuseum Augsburg, und um 18.30 Uhr öffnet das Feuerbachhaus seine Türen.

Die Stadt Speyer lädt Manuel Thomas anlässlich seines 85. Geburtstages zu einer großen Sonderausstellung in seine Heimatstadt ein. Präsentiert werden vielfältige Werkgruppen, darunter Zeichnungen, Aquarelle, Collagen, Druckgrafik und Hinterglasbilder. Gerade diese unterschiedlichen Techniken sind es, die den Künstler faszinieren, ihn nicht in einer Ausdrucksform verharren lassen, sondern bis heute drängen, „Ein Leben lang Neues“ umzusetzen.

Der 1940 in Speyer geborene Maler, Zeichner und Schriftsteller Manuel Thomas studierte an den Kunstakademien in München und Mainz, verbunden mit dem Studium der Theologie, Theaterwissenschaft und Kunstgeschichte. Seinen ersten großen Ausstellungen 1965 und 1968 in München, bei Karin Hielscher, später bei Goltz, von Laar, Hartmann und Neumeister, folgten zahlreiche Präsentationen im In- und Ausland: in Rom als Stipendiat der Villa Massimo, in Paris, Bombay, und Rio de Janeiro, in Irland und in Goethe-Instituten in Peru und Argentinien, oft begleitet von Lesungen seiner Texte und Gedichte. Die Ausstellung zeichnet die vielfältigen und teils sehr unterschiedlichen Wege seiner künstlerischen Entwicklung nach – stets inspiriert von Reisen und der reichen Imagination des vielfach ausgezeichneten Künstlers und Dichters.

Konstituierendes Element seiner Arbeiten ist die Zeichnung, die in dünner, oft gebrochener Linie, freie Räume von Landschaften und Räume der Phantasie „beschreibt“, Erzählung ins Surreale lenkt, immer wieder mit Witz oder Ironie, etwa in den Blättern zu Anselm Feuerbach. Die Linie, die auch die Radiernadel der Druckgrafik führt, ergänzt mitunter durch Aquatinta-Einsprengungen. In großen Aquarellen von Blumen oder Landschaften folgen Farbläufe subtilen, bisweilen störrischen „Wasserstraßen“. In den jüngsten Arbeiten verdichtet sich die Zeichnung nun zu feinsten Gespinsten. Die Hinterglasmalerei interessiert Manuel Thomas ein Leben lang: Er experimentiert in malerischer Abstraktion, wie sie auch die Collagen auszeichnet, die er in letzter Zeit ins Dreidimensionale „sprengt“.

Ein zentrales Thema im Werk von Manuel Thomas, dessen Arbeiten sich in öffentlichen und privaten Sammlungen befinden, ist die religiöse Kunst: im Umkreis dieser Ausstellung zu sehen in den großen Auftragswerken für die Chorwand in St. Peter und Paul in Altrip, mit einem siebenteiligen Bildprogramm zur Schöpfung und ihrer Gefährdung, sowie für den Wandelaltar im Chor von St. Bonifatius in Limburgerhof.


Quelle: Stadt Speyer


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