Speyer – Simone Heimann hat am 01. Mai 2026 die Leitung des Historischen Museums der Pfalz Speyer übernommen. Anlässlich des Amtsantritts fand am 13. Mai ein Festakt im Museum statt. Gleichzeitig wurde der ehemalige Direktor des Museums, Alexander Schubert, verabschiedet, der am 01. März 2026 als Bürgermeister zur Stadt Speyer wechselte.

In ihrer Ansprache skizzierte die 47-jährige Historikerin Heimann die kommenden Projekte, Ausstellungen und mittel- und langfristigen Ziele. Im Blick hat Heimann die Sanierung des Erweiterungsbaus sowie die Neupräsentation der Sammlungsausstellungen. Die gebürtige Paderbornerin kennt das Haus sehr gut; 2009 kam sie als Kuratorin für die Sonderausstellungen ans Haus, übernahm dann die Sammlung Frühes Mittelalter und wurde 2023 Abteilungsleitung Sammlungen und stellvertretende Direktorin. 
Simone Heimann will den Fokus auch weiterhin auf die Kombination und den Wechsel aus Erlebnis- und kulturhistorischen Ausstellungen legen und damit eine breite Zielgruppe ansprechen. 

Ausstellungsmotiv "SPIELEN. BAUEN. STAUNEN. Das LEGO® Fanabenteuer" Gestaltung: L.-M. Malek, Foto: H.-G. Merkel

Gerade in Vorbereitung ist die nächste Erlebnisausstellung „Spielen. Bauen. Staunen. Das LEGO® Fanabenteuer“. Auf 1.300 Quadratmetern sind ab 3. Oktober aufwändige Inszenierungen, eine digitale Unterwasserwelt, Dioramen zu den Themen: „Burgen und Schlösser“, „Harry Potter“ oder „Star Wars“ geplant. Zahlreiche interaktive Spielstationen bieten die Möglichkeit, mit dem Kultstein selbst kreativ zu werden. 

Mit der Sonderausstellung „Sisi – unverstanden & unsterblich“ setzt sich ab 20. Dezember die Reihe der großen kulturgeschichtlichen Ausstellungen fort, so Heimann. Im Zentrum der vom Kuratorenteam des Museums konzipierten Schau steht einer der wohl berühmtesten Frauenfiguren der Geschichte: Elisabeth, Kaiserin von Österreich-Ungarn. Elisabeth, so verrät Heimann, war selbst in Speyer gewesen. Dabei besuchte sie den Dom, um am Grab von Bischof Daniel Bonifaz von Haneberg, dem ehemaligen Religionslehrer, zu beten. Über 200 Objekte aus bedeutenden Museen in Deutschland, Österreich, Ungarn und der Schweiz sowie Privatbesitz, darunter Skulpturen, Gemälde, Briefe, Fotografien und Kleidungsstücke aus dem persönlichen Besitz, werden ein differenziertes Bild der als „Sisi“ bekannten Kaiserin zeigen.

Banner zur Ausstellung "Sisi – unverstanden & unsterblich". Photografie Emil Rabending, 1867. Sammlung Petra Herzberg. Gestaltung: L.-M. Malek.
Banner zur Ausstellung „Sisi – unverstanden & unsterblich“. (Photografie Emil Rabending, 1867. Sammlung Petra Herzberg. Gestaltung: L.-M. Malek)

Die Archäologin Simone Heimann freut sich darauf, künftig auch wieder archäologische Themen in den Blick zu nehmen. Zudem stehen in Speyer und der Pfalz große Jubiläen an – so die 1000-Jahrfeier des Speyerer Doms 2030 und bereits im kommenden Jahr feiert der Historische Verein der Pfalz seinen 200. Geburtstag – mit ihrem Team freut sich Simone Heimann auf die Umsetzung dieser und vieler weiterer spannender Museumsthemen.

Simone Heimann studierte mittelalterliche Geschichte, Archäologie und Europäische Ethnologie in Münster und Bamberg.
Seit 2009 ist die heute 47-jährige gebürtige Paderbornerin am Historischen Museum der Pfalz tätig, zunächst als Kuratorin für den Bereich Sonderausstellungen, seit 2011 zudem als Leiterin der Sammlung Frühes Mittelalter. 
2023 übernahm Simone Heimann zunächst kommissarisch die Sammlungsleitung und damit einhergehend die stellvertretende Direktion, im Jahr darauf wurde sie zur stellvertretenden Direktorin und Abteilungsleitung Sammlungen ernannt.
Simone Heimann ist verheiratet und Mutter von zwei Töchtern. Sie lebt mit ihrer Familie in Speyer.

Quelle: Historisches Museum der Pfalz Speyer