Speyer – Am Samstag, 29. August, um 19:30 Uhr lädt der Speyerer Dom zu einem besonderen Orgelkonzert mit zwei herausragenden japanischen Organisten ein: Mami Nagata und Kensuke Ohira präsentieren ein abwechslungsreiches Programm, das französische Orgelmusik mit Werken der japanischen Gegenwartsmusik verbindet.
Auf dem Programm stehen zunächst Claude Debussys „Ballet“ aus der „Petite Suite“ und Camille Saint-Saëns’ berühmter „Danse macabre“. Mit Atsuhiko Gondais „Vom Himmel hoch“, op. 201, folgt ein Werk der zeitgenössischen japanischen Orgelmusik, das Kensuke Ohira als Solist interpretiert. Anschließend ist César Francks klangprächtiger „Choral Nr. 1“ in E-Dur mit Mami Nagata als Solistin zu hören. Den Abschluss bildet Saint-Saëns’ „Lauriers“ aus „Cyprès et Lauriers“, op. 156, in einer Bearbeitung von Yoshia Hirano.
Das Konzert verspricht eine spannende Begegnung zweier außergewöhnlicher japanischer Organisten mit der großen französischen Orgeltradition und der Musik ihrer Heimat. Im eindrucksvollen Klangraum des Speyerer Doms entsteht so ein Konzertabend zwischen französischer Romantik, impressionistischen Klangfarben und zeitgenössischer japanischer Musik.
Bereits um 18.45 Uhr beginnt das „Praeludium“, das moderierte Künstlergespräch auf dem Chorpodest im Königschor. Mami Nagata und Kensuke Oshira geben darin einen persönlichen Einblick in ihr Programm.
Karten sind im Vorverkauf in der Dom-Info, allen Reservix-Vorverkaufstellen, Online (https://www.reservix.de/tickets-internationaler-orgelzyklus-2026-orgelkonzert-vi-in-speyer-kaiserdom-am-29-8-2026/e2508552) sowie an der Abendkasse erhältlich.
Mami Nagata ist Resident Organist am Parnassus Concert Hall in Himeji, Japan. Ihr Orgelstudium absolvierte sie zunächst an der Kunstuniversität Tokyo, bevor sie von 2012 bis 2014 bei Ludger Lohmann an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart studierte. 2018 schloss sie dort ihr Konzertexamen ab. Internationale Aufmerksamkeit erlangte Nagata bereits früh: 2011 erhielt sie einen Sonderpreis für die beste Liszt-Interpretation beim 2. Internationalen BACH’LISZT Orgelwettbewerb Erfurt-Weimar-Merseburg, 2012 gewann sie den Zweiten Preis beim 7. Internationalen Orgelwettbewerb Musashino-Tokyo. 2015 folgte der Erste Preis beim 12. Internationalen Gottfried-Silbermann-Orgelwettbewerb in Sachsen. Ein Stipendium des japanischen Kulturministeriums ermöglichte ihr im selben Jahr die weitere Ausbildung in Deutschland.
Kensuke Ohira zählt zu den international gefragten Organisten der jüngeren japanischen Musikergeneration. Bis Dezember 2020 war er Organist an der Stiftskirche Stuttgart. Seit 2021 ist er Erster Organist der Hijirigaoka-Church in Tokyo sowie Künstlerischer Leiter des Ensemble Muromachi. Nach seinem Studium in Tokyo, Würzburg und München gewann Ohira 2016 den „Johann-Pachelbel-Preis“ der ION – Musica Sacra, der seiner internationalen Karriere einen wichtigen Impuls gab. Eine anschließend in Kooperation mit dem Bayerischen Rundfunk an der Wiegleb-Orgel in Ansbach produzierte CD dokumentiert seine künstlerische Arbeit. Als Gast ist er regelmäßig bei renommierten Orgelreihen und Festivals zu erleben, darunter die Internationalen Dresdner Orgelwochen in der Frauenkirche, der Orgelsommer im Freiburger Münster sowie Konzerte in der St Paul’s Cathedral in London und in La Madeleine in Paris.
Quelle: Bistum Speyer






