Speyer – Am 14. November ist mit Marcel Eliasch einer der profiliertesten jungen Orgelimprovisatoren Deutschlands im Hohen Dom zu Speyer zu hören. In seinem Konzert im Rahmen des „Internationalen Orgelzyklus“ am 14. November 2026, 19:30 Uhr, präsentiert der amtierende Trierer Domorganist ein abwechslungsreiches Konzertprogramm, das bedeutende Werke der Orgelliteratur mit der faszinierenden Kunst der freien Improvisation verbindet.
Den Auftakt bildet Johann Sebastian Bachs „Präludium und Fuge in e-Moll BWV 533“, das Eliasch an der Chororgel spielen wird. Anschließend stellt Eliasch seine besondere Begabung als Improvisator unter Beweis: Über den Choral „Ach wie flüchtig, ach wie nichtig“ gestaltet er eine Partita im deutsch-barocken Stil. Drei improvisierte Versetten über „O Welt, ich muss dich lassen“ auf dem mitteltönigen Werk lassen darüber hinaus die Klangwelt der historischen Orgelmusik lebendig werden.
An der Hauptorgel führt das Programm in die Klangsprache der französischen Romantik und der deutschen Spätromantik. Mit der monumentalen „Pièce héroïque“ von César Franck und der ausdrucksstarken „Rhapsodie in cis-Moll op. 65 Nr. 1“ von Max Reger stehen zwei eindrucksvolle Werke auf dem Programm, die den klanglichen Reichtum der großen Domorgel zur Geltung bringen.
Den krönenden Abschluss bildet eine groß angelegte freie Improvisation: In einer Fantasie und Fuge über den Choral „Gelobt seist du, Herr Jesu Christ“ entfaltet Eliasch seine musikalische Kreativität und verbindet die traditionsreiche Formensprache der Orgelmusik mit spontaner schöpferischer Gestaltung.
Das „Praeludium“ – ein moderiertes Gespräch mit dem Organisten – beginnt um 18:45 Uhr auf dem Chorpodest gegenüber der Chororgel.
Karten zum Preis von 15 Euro (ermäßigt 5 Euro) sind in der Dom-Info auf der Südseite des Doms sowie bei allen reservix-Vorverkaufsstellen und online (https://www.reservix.de/veranstaltungskalender?q=orgelzyklus&city=speyer) erhältlich.
Marcel Eliasch: Ein junger Domorganist mit internationalem Renommee
Marcel K. Eliasch wurde 1997 in Paderborn geboren und erhielt bereits im Alter von zwölf Jahren seinen ersten Orgelunterricht bei Daniel Beckmann, dem heutigen Mainzer Domorganisten. Schon mit 15 Jahren wurde er als Jungstudent an der Hochschule für Musik Detmold aufgenommen. Dort absolvierte er seine kirchenmusikalischen Studien sowie das Konzertexamen im Fach Orgelimprovisation mit herausragenden Ergebnissen. Als erster Student der Hochschule legte er dieses Konzertexamen im Fach Orgelimprovisation ab.
Seine besondere künstlerische Begabung wurde bei zahlreichen internationalen Wettbewerben ausgezeichnet. So zählt er zu den Preisträgern des Internationalen Petr-Eben-Improvisationswettbewerbs 2018, errang 2021 den zweiten Preis beim Internationalen Wettbewerb für Orgelimprovisation in Schwäbisch Gmünd und erhielt 2024 beim Orgelimprovisationswettbewerb in Haarlem den Preis für die beste Improvisation des Wettbewerbs.
Konzertreisen führten ihn an bedeutende Kirchen und Kathedralen im In- und Ausland, darunter den Petersdom in Rom, das Freiburger Münster sowie die Dome von Mainz, Essen und Paderborn. Neben seiner Konzerttätigkeit engagierte sich Eliasch auch in der kirchenmusikalischen Ausbildung, unter anderem als Lehrbeauftragter an der Hochschule für Musik Detmold. Seit Oktober 2025 ist Marcel K. Eliasch Domorganist am Hohen Dom zu Trier und damit der jüngste amtierende Domorganist Deutschlands.
Quelle: Bistum Speyer






