Kaiserslautern – Der Bauausschuss hat in seiner Sitzung am Dienstag, 27. Januar 2026, beschlossen, die im Abschlussbericht des Fußverkehrs-Checks vorgestellten Maßnahmenvorschläge zu priorisieren und im Rahmen der verfügbaren finanziellen Mittel, wenn möglich auch mit Fördermitteln, umzusetzen.
Zwischen Mai und September 2025 hatten Workshops und Begehungen mit reger Bürgerbeteiligung im Gebiet des Bännjerrücks stattgefunden, um mögliche Verbesserungen für den Fußverkehr zu identifizieren und Maßnahmen zu priorisieren. Der Abschlussbericht fasst die Ergebnisse dieses Prozesses zusammen.
Für die Stadt Kaiserslautern hat der Fußverkehr eine hohe Bedeutung, hierfür wurden bisher jedoch vor allem Einzelmaßnahmen im Zuge von Straßenbaumaßnahmen umgesetzt und weniger aufgrund eigenständiger konzeptioneller Grundlagen. Im MobilitätspIan Klima+ 2030 ist das Leitbild formuliert, Mobilität für alle zu ermöglichen und zu fördern, stadt- und umweltverträglich zu gestalten sowie die Lebensqualität zu erhöhen. Der Fußverkehr bildet die Basismobilität, da neben speziellen Fußwegen auch Wege zu Haltestellen oder zu Parkplätzen außerhalb des eigenen Grundstücks in der Regel zu Fuß zurückgelegt werden.
Ende 2024 hat das Land Rheinland-Pfalz einen Wettbewerb ausgeschrieben, bei dem sich Kommunen um einen sogenannten Fußverkehrs-Check bewerben konnten. Dabei wird ein abgegrenztes Quartier gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern hinsichtlich der Situation für Fußgängerinnen und Fußgänger betrachtet, begangen und bewertet. Unter Federführung des Referats Stadtentwicklung hatte die Stadt Kaiserslautern hierfür die Bewerbung ausgearbeitet und wurde im März 2025 neben neun anderen Städten ausgewählt, einen durch das Land finanzierten Fußverkehrs-Check durchzuführen.
Der Fußverkehrs-Check umfasste einen Auftakt-Workshop, zwei Begehungen sowie einen Abschluss-Workshop. Vorbereitet und durchgeführt wurden die Veranstaltungen vom Referat Stadtentwicklung sowie vom unterstützenden Planungsbüro Planersocietät. Die beiden Begehungen, die über den Bännjerrück und das daran angrenzende Gebiet bis hin zur Goetheschule führten, behandelten die Themen Querungen, Barrierefreiheit und Schulwege. Im Rahmen der Begehungen wurden sowohl Stärken als auch Schwächen der derzeitigen baulichen Infrastruktur für den Fußverkehr vor Ort festgestellt.
Die Anregungen der teilnehmenden Bürgerinnen und Bürger zu den betrachteten Problemstellen vor Ort waren Grundlage für die Maßnahmen, die im nun vorgestellten Abschlussbericht dargestellt sind. Erste Maßnahmen werden bereits umgesetzt. So wird zwischen dem Römerweg und der Pariser Straße im Rauschenweg Tempo 30 angeordnet. Dieser Bereich wird stark von Fußgängerinnen und Fußgängern frequentiert, worunter sich auch viele Schülerinnen und Schüler befinden. Schülerverkehr ist gemäß der Straßenverkehrsordnung besonders schutzbedürftig. Eine weitere, bereits umgesetzte Maßnahme, ist ein verbreiterter Gehweg neben der Bushaltestelle „Pfaffbrücke 1“, um ein barrierefreies Passieren zu ermöglichen. Durch die ersten umgesetzten Maßnahmen werden die Ergebnisse des Fußverkehrs-Checks für die Bürgerinnen und Bürger schon nach kurzer Zeit sichtbar.
Insgesamt wird die Verbesserung des Fußverkehrs eine Daueraufgabe bleiben.
Weitere Informationen sowie die Ergebnisse der Begehungen und der Workshops gibt es auf der städtischen Website www.kaiserslautern.de unter „Leben, Wohnen, Umwelt > Verkehr & Mobilität > Verkehrsprojekte > Fußverkehrs-Check Rheinland-Pfalz“.
Quelle: Stadt Kaiserslautern




