Kaiserslautern / Mainz – Die Hochschule Kaiserslautern erhält für die Jahre 2026/2027 eine Förderung in Höhe von rund 276.000 Euro aus dem Bereich Kommunalentwicklung für das Projekt „KuLaDig 2.0 – Aufbau einer landeseigenen KuLaDig-Plattform für Rheinland-Pfalz“. Innenminister Michael Ebling übergab den entsprechenden Förderbescheid am Donnerstag, 15.01.2026, auf dem Zitadellengelände in Mainz an Prof. Hendrik Speck vom Fachbereich Informatik und Mikrosystemtechnik der Hochschule Kaiserslautern.
„Mit dem Projekt KuLaDig 2.0 möchten wir den nächsten Schritt gehen, um Rheinland-Pfalz noch besser für alle digital erlebbar zu machen. Auf der landeseigenen Plattform werden die vielen kulturellen Schätze, über die Rheinland-Pfalz verfügt, multimedial dargestellt und den Menschen auf diese Weise sichtbar und zugänglich gemacht. Ich freue mich, dass mithilfe der Förderung die Entwicklung einer landeseigenen Plattform in den kommenden zwei Jahren vorangetrieben werden kann.“
Minister Ebling
Gemeinsam mit einem interdisziplinären Team aus Webentwicklern, Produktdesignern, Kommunikationsgestaltern und Marketingexperten wird die Hochschule Kaiserslautern in den Jahren 2026/2027 die bereits bestehende digitale KuLaDig-Plattform des Landschaftsverband Rheinland (LVR) grundlegend weiterentwickeln und technisch optimieren. Ziel ist es, eine landeseigene Plattform zu etablieren, die künftig auch so gestaltet ist, dass Bürgerinnen und Bürger Inhalte für ihre Kommunen selbst erstellen und pflegen können.
Das Projekt KuLaDig-RLP wird seit 2019 durch das Ministerium des Innern und für Sport gefördert. Das Institut für Kulturwissenschaften der Universität Koblenz erhebt dabei in enger Kooperation mit dem KuLaDig-Kompetenzzentrum bei der Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd und den teilnehmenden Kommunen Daten und erstellt Beiträge über das kulturelle Erbe vor Ort. Ein Schwerpunkt liegt auf multimedialen Inhalten wie Video- und Audioaufnahmen oder 3D-Modellen. Diese zentral präsentieren zu können, ist Ziel des Projekts KuLaDig 2.0.
Im Rahmen der Bescheidübergabe informierte sich Minister Ebling zudem über die Abschlussarbeit von Bachelor- und Master-Studierenden der Hochschule Mainz, die die Zitadelle mit modernster Lasertechnik vermessen und so einen digitalen Zwilling der Zitadelle erschaffen haben. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse fließen unter anderem in die Sanierung, den Denkmal- und Naturschutz sowie die touristische Präsentation der Zitadelle ein.
Auch im Jahr 2026 unterstützt das Land Rheinland-Pfalz seine Kommunen bei der digitalen Erfassung und Präsentation ihres kulturellen Erbes. Eine Bewerbung für das Landesprojekt „Digitale Erfassung und Präsentation von Kulturlandschaften in Rheinland-Pfalz“ (KuLaDig-RLP), das federführend vom Institut für Kulturwissenschaften der Universität Koblenz in Kooperation mit dem KuLaDig-Kompetenzzentrum bei der SGD Süd umgesetzt wird, ist noch bis zum 31. Januar 2026möglich.
Die bereits achte Förderrunde steht unter dem thematischen Schwerpunkt „Die große Erzählerin – wenn die Landschaft Geschichte(n) erzählt.“ Bewerben können sich alle Städte, Orts- und Verbandsgemeinden sowie Landkreise, die in ihrer Kommune historische Orte und Objekte haben, die mit Kulturlandschaften in Verbindung stehen. Auch Orts- und Stadtteile sowie „Stadtdörfer“ sind zur Teilnahme eingeladen.
Ministerium des Innern und für Sport




