Landstuhl – Im Rahmen eines Vor-Ort-Termins besuchten Landrat Ralf Leßmeister sowie die Erste Kreisbeigeordnete Gudrun Heß-Schmidt gemeinsam mit ihrem designierten Nachfolger Jan Schneider am Freitag, 30. Januar 2026, die Berufsbildende Schule (BBS) Landstuhl.
Schulleiter Dr. Stefan Gurres und das Schulpersonal führten die Gäste durch das Schulgebäude in der Luitpoldstraße und informierten über die Bildungsangebote, die räumliche Ausstattung sowie aktuelle Herausforderungen und Entwicklungsperspektiven der Schule.
Im Mittelpunkt des Besuchs stand die Besichtigung des Schulstandorts in der Luitpoldstraße, an dem insbesondere sozialpädagogische und pflegerische Bildungsgänge angesiedelt sind. Die BBS Landstuhl verfügt darüber hinaus über einen weiteren Standort in der Vorderen Fröhnstraße, an dem unter anderem die Fachbereiche Gewerbe und Technik, Wirtschaft und Verwaltung, Mediengestaltung sowie Ernährung und Hauswirtschaft angesiedelt sind.
Während des Rundgangs erhielten die Besucher aus der Kreisverwaltung Kaiserslautern einen umfassenden Einblick in die Lern- und Arbeitsbedingungen vor Ort. Vorgestellt wurden Klassen- und Fachräume mit digitaler Lerninfrastruktur, Smartboards sowie Multifunktions-, Werk- und Musikräume, aber auch speziell ausgestattete Lernräume für die Pflegeausbildung – inklusive Pflegebetten, Übungspuppen und medizinisch-pflegerischer Lehrmaterialien. Auch die Lernatmosphäre mit großzügigen Fensterfronten und Ausblick auf die Umgebung fand positive Resonanz.
„Hier macht Lernen sicher auch Spaß – das eröffnet ganz neue Perspektive.”
Landrat Ralf Leßmeister
Die BBS Landstuhl blickt auf eine fast 125-jährige Geschichte zurück. Der Standort Luitpoldstraße bereichert seit dem 1. August 2024 den Bestand des Landkreises Kaiserslautern. Rund 1.100 Schülerinnen und Schüler werden derzeit an beiden Standorten unterrichtet. Leßmeister betonte, dass bereits positive Entwicklungen sichtbar seien:
„Es ist deutlich zu erkennen, dass sich hier schon viel zum Positiven verändert hat.“
Landrat Ralf Leßmeister
Ziel des Landkreises sei es, die Schule langfristig strategisch weiterzuentwickeln und Investitionen nachhaltig dort einzusetzen, wo sie benötigt werden. Nach Abschluss der noch laufenden formalen Grundstücksübertragungen soll eine externe Untersuchung in Zusammenarbeit mit der Schulgemeinschaft zur optimalen Gesamtaufstellung der Schule erfolgen.
Die Erste Kreisbeigeordnete Gudrun Heß-Schmidt hob die Bedeutung der Schule für die Region hervor:
„Die BBS Landstuhl ist ein zentraler Baustein für die berufliche Bildung im Landkreis. Unser Anspruch ist es, der Schule eine verlässliche Perspektive zu geben und insbesondere auch die Ausbildung in sozialen und pflegerischen Berufen zu stärken.“
Erste Kreisbeigeordnete Gudrun Heß-Schmidt
Ein weiterer Schwerpunkt des Austauschs war der Fachkräftebedarf, insbesondere im Pflegebereich. Die Nachfrage nach Ausbildungsplätzen ist hoch, gleichzeitig stellt der Mangel an Lehrkräften eine Herausforderung dar.
„Umso wichtiger ist es, die Ausbildungsbedingungen weiter zu verbessern und dass das Land Rheinland-Pfalz die Schule – auch personell – bestmöglich unterstützt.”
Landrat Ralf Leßmeister
Der designierte Nachfolger im Amt des Ersten Kreisbeigeordneten, Jan Schneider, zeigte sich nach dem Besuch positiv gestimmt:
„Ich habe viele Eindrücke gewinnen und Rückmeldungen mitnehmen können. Die Schule ist insgesamt gut aufgestellt, auch wenn es an der ein oder anderen Stelle noch Optimierungsbedarf gibt. Entscheidend wird sein, die nächsten Schritte gemeinsam zu definieren und die vorhandenen Potenziale konsequent weiterzuentwickeln.“
Jan Schneider
Schulleiter Dr. Stefan Gurres stellte im Rahmen des Besuchs seine Ziele für die weitere Entwicklung der Schule vor. Im Mittelpunkt stehen moderne Lernumgebungen, praxisnahe Ausbildung sowie individuelle Bildungswege für Schülerinnen und Schüler mit unterschiedlichen Voraussetzungen. Der 56-Jährige legt dabei besonderen Wert auf Teamarbeit, zeitgemäße Unterrichtskonzepte und die Förderung selbstständigen Lernens.
„Wir wollen eine Schule gestalten, die Orientierung gibt, Potenziale erkennt und junge Menschen befähigt, ihren eigenen Weg selbstbewusst zu gehen.”
Schulleiter Dr. Stefan Gurres
Eine enge Zusammenarbeit im Kollegium sowie mit dem Landkreis sei dafür eine zentrale Grundlage.
Der gebürtige Gießener wuchs in Bad Dürkheim auf und machte dort 1990-1993 zunächst eine Ausbildung zum Krankenpfleger und studierte im Anschluss 1995-2000 Medizinpädagogik in Halle (Saale). Nach seinem Medizinpädagogik-Diplom an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg sowie einem Referendariat an der BBS Donnersbergkreis in Eisenberg war er unter anderem als Lehrbeauftragter und Fachleiter am staatlichen Studienseminar für das Lehramt an berufsbildenden Schulen in Speyer tätig, später als Oberstudienrat und Studiendirektor an der Ignaz-Roth-Schule BBS Zweibrücken. Im April 2024 schloss er in Homburg seine Promotion zum Doktor der theoretischen Medizin im Themenbereich Berufsfeldneigung ab. Seit November 2025 hat Gurres die kommissarische Schulleitung der BBS Landstuhl übernommen.
Zum Abschluss des Besuchs herrschte Einigkeit darüber, dass die BBS Landstuhl großes Potenzial besitzt und sich auf einem guten Weg befindet. Der Austausch unterstrich die enge Zusammenarbeit zwischen Schule und Landkreis mit dem gemeinsamen Ziel, berufliche Bildungsangebote im Landkreis Kaiserslautern nachhaltig und zukunftsfähig weiterzuentwickeln.
Quelle: Kreisverwaltung Kaiserslautern




