Speyer – Zur Feier des Hochfest Allerheiligen feiert Weihbischof em. Otto Georgens am Sonntag, 01. November, um 10 Uhr im Speyerer Dom ein Pontifikalamt. Die Männerstimmen der Dommusik gestalten diesen mit der „Missa cum jubilo“ von Maurice Duruflé. Die Orgel spielt Domorganist Bastian Fuchs. Um 7:30 Uhr, 18 Uhr und 20 Uhr laden an diesem Tag weitere Gottesdienste zur Mitfeier ein.

Am Fest Allerseelen am Montag, 02. November, findet um 18 Uhr eine Kapitelsvesper und um 18:30 Uhr ein Kapitelsamt Requiem im Speyerer Dom statt. Zelebrant ist Domdekan Dr. Georg Müller. Die musikalische Gestaltung liegt in den Händen der Capella Spirensis, die unter anderem die „Missa pro defunctis“ von Giovanni P. da Palestrina zu Gehör bringt. Mit der Frühmesse um 7:30 Uhr und der Abendmesse um 18 Uhr finden an diesem Tag weitere Gottesdienste im Dom statt.


Zum Hintergrund: Allerheiligen und Allerseelen

Die Kirchenfeste Allerheiligen und Allerseelen dienen der Erinnerung an Verstorbene und gründen in der christlichen Hoffnung, dass der Tod nicht das Ende des menschlichen Daseins ist. Da der Allerheiligentag in einigen Bundesländern ein gesetzlicher Feiertag ist, nutzen viele Menschen diesen Tag, um die Gräber von Verwandten und Freunden zu besuchen. Oft wird aus diesem Anlass auch der Grabschmuck erneuert und ein Grablicht aufgestellt.

Theologisch gesehen ist Allerheiligen das Fest „aller der in Christus Vollendeten“. Mit diesem Hochfest gedenkt die Kirche nicht nur der vom Papst heiliggesprochenen Frauen und Männer, sondern auch jener Menschen, um deren Heiligkeit niemand weiß als Gott. In der abendländischen Kirche wird Allerheiligen seit dem neunten Jahrhundert am 1. November gefeiert. Als Initiator des Festes gilt der mittelalterliche Theologe Alkuin. Allerheiligen ist in fünf Bundesländern gesetzlicher Feiertag – und zwar in Bayern, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und im Saarland.

Der am 2. November begangene Allerseelentag etablierte sich im elften Jahrhundert, ausgehend vom französischen Benediktinerkloster Cluny. Gebete, Fürbitten und Eucharistie an Allerseelen sollen dazu beitragen, dass die Toten Vollendung in Gott finden. Allerheiligen und Allerseelen gründen in der Überzeugung, dass durch Jesus Christus eine Verbindung zwischen Lebenden und Toten besteht. Viele Gläubige besuchen an Allerseelen – häufig auch schon am Fest Allerheiligen – die Gräber ihrer Angehörigen auf den Friedhöfen und entzünden Grablichter.

Kerzen erleuchten Bischofsgräber

Am Festtag Allerheiligen werden 40 Grablichter auf die Gräber der im Dom bestatteten Bischöfe gestellt. Diese bleiben dort bis zum Abend von Allerseelen am 2. November.Damit wird einmal im Jahr daran erinnert, dass im Dom nicht nur Kaiser und Könige, sondern auch zahlreiche Bischöfe bestattet sind. Deren Gräber sind jedoch in den meisten Fällen normalerweise nicht sichtbar. In einem Sammelgrab in der Apsis der Krypta wurden die sterblichen Überreste beigesetzt, die beim Bau der romanischen Kathedrale exhumiert wurden. Weitere Gräber der Bischöfe von der Zeit der Erbauung des Doms bis heute befinden sich im Mittelschiff und den Seitenschiffen, dem Königschor und der Kapelle St. Emmeram und St. Martin sowie der Krypta. Nicht alle von ihnen können mit Sicherheit einzelnen Personen zugeordnet werden.


Terminübersicht:

Allerheiligen, 1. November 2026

07:30 Uhr – Frühmesse

10:00 Uhr – Pontifikalamt
mit Weihbischof em. Otto Georgens
Musikalische Gestaltung: Männerstimmen der Dommusik
Maurice Duruflé: Missa cum jubilo (K, G, S, A)
Gregorianik: Credo III
Introitus „Gaudeamus omnes“
Communio „Beati mundo corde“
Maurice Duruflé: Fugue sur le nom d‘Alain, op. 7

18:00 Uhr – Abendmesse

20:00 Uhr – Gottesdienst im Dom – mal anders

Allerseelen, 2. November 2026

07:30 Uhr – Frühmesse

18:00 Uhr – Kapitelsvesper
Capella Spirensis
Deutsche Vesper von der Kirche

18:30 Uhr – Kapitelsamt Requiem
Capella Spirensis
Ludovico da Victoria: Missa pro defunctis à 4
Gallus Dressler: Ich bin die Auferstehung und das Leben
Gregorianik: Kyrie & Sanctus XVIII
Maurice Duruflé: „Prelude“ aus der Suite, op. 5


Quelle: Bistum Speyer


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