Rockenhausen – Zur Eröffnung der Ausstellung „Landschaft“ mit Werken von Klaus Maßen und Werner Müller am Sonntag, 3. September 2023,11 Uhr, im Museum für Kunst in Rockenhausen, Speyerstraße, lädt die Stadt Rockenhausen ganz herzlich ein.

Stadtbürgermeister Michael Vettermann wird zur Eröffnung begrüßen und Frau Dr. Claudia Groß hat die sachkundige Einführung in die Ausstellung übernommen.

Klaus Maßen, geboren 1955, ist seit 1984 freischaffender Bildender Künstler für Graphik, Plastik und Kunst im öffentlichen Raum. Er lebt und arbeitet in Schillingen im Hunsrück. Sein Schwerpunkt ist die Zeichnung

Zum Thema „Landschaft“ teilt er uns mit: „Ähnlich wie die Naturvorstellung ist auch die Landschaftsvorstellung ein Sinnesreservoir und verweist in deren Bedeutung des Idealen auf das transzendierende Moment des menschlichen Erlebens. Landschaft ist nicht, sie ereignet sich in der Rezeption des Betrachters. Was wir in der Werkgruppe „Interfaces“ von Klaus Maßem als Landschaft erfahren, ist eine Wahrnehmung von Landschaft, in der Form und Energie eines Landstriches. Betrachter und Landschaft, Gestalt und Welt begegnen sich in der landschaftlichen Auffassung von Landschaft als Pinselstrich, als Landstrich. In seinen „Sozialen Landstrichen“, bestehend aus vielen menschlichen Figuren, thematisiert Klaus Maßen den Menschen als soziales Wesen und zeigt Zusammenleben, Gemeinschaften und Gesellschaften. Der Landschaftsbegriff wird metaphorisch erweitert und mit den Menschenstrukturen als sozialer Raum gezeigt. Soziale Landschaften sind ebenso Gegenstand soziologischer Fragestellungen nach gesellschaftlicher Integration und Desintegration, sozialer Ungleichheit, Konflikten und sozialem Wandel.“

Maßems Auseinandersetzung mit dem Triebleben der Linien in seinen Tuschezeichnungen ist verbunden mit der Frage nach dem Zeichenprozess sowie nach der Form, dem Inhalt und der Materialität. Die Erforschung neuer Ansätze und Möglichkeiten in seiner zeichnerischen Position führten ihn zu Licht als Zeichenmaterial.

Werner Müller lebt und arbeitet in Zerf. Der Ramboux-Preisträger der Stadt Trier gehört zu den konsequentesten Künstlern der Region. Im Werk des Bildhauers und Malers hängen sämtliche Werkgruppen eng zusammen. Die mit großer Bedachtsamkeit ausgeführten Arbeiten sind stets Grenzgänger zwischen Malerei und Bildhauerei, Zeugnis der Innen- und Außenschau ihres Schöpfers. Der 1958 geborene Künstler bleibt stets der Natur verpflichtet.

Über seine Landschaftsmalerei schreibt Müller: „In der Malerei finde ich das Bildmotiv „Landschaft“ außerordentlich reizvoll, weil diese zuerst einmal etwas sehr offenes, unspezifisches hat und alle erdenklichen Gestaltungselemente sowie die unterschiedlichsten Kompositions- und

Farbkombinationsmöglichkeiten zulässt. Sie bietet in hohem Maße Raum für Befindlichkeiten und Stimmungen. Besonders Nebellandschaften können emotionale Berührungen bewirken, indem sie Vorhandenes verbergen bzw. verhüllen. Mit meiner Landschaftsmalerei fühle ich mich unter anderem den Künstlerintentionen der Romantik verbunden, und zwar in dem Sinne, als dass sie einen menschlichen Gegenentwurf zur uneingeschränkten technischen Fortschrittsgläubigkeit darstellt.“

Müller erhielt bereits eine Reihe von Auszeichnungen, so 1991 den „Förderpreis der Sport-Toto GmbH Rheinland-Pfalz, den 1. Preis des Letzenbuerger Artisten Center LAC Luxemburg 1991,den Kunstpreis des Kreises Trier Saarburg 1992, den Ramboux-Preis der Stadt Trier 1996, sowie den 3. Preis bei der Landeskunstausstellung Kunst und Künstler aus Rheinland-Pfalz 1998.

Viele seiner Arbeiten befinden sich im öffentlichen Besitz ,z.B. des Ministeriums für Kultur, Jugend, Familie und Frauen in Mainz, oder des Ministeriums für Umwelt, Mainz, des Nationalmuseums Luxemburg, der Sport-Toto GmbH Rheinland-Pfalz, Koblenz, des Städtischen Museums Simeonstift Trier, der Realschule Konz, des Gymnasiums Schweich, der Staatl. Weinbaudomäne Trier und der Berufsfeuerwehr Trier. 


Quelle: Verbandsgemeindeverwaltung Nordpfälzer Land