Düsseldorf / Mainz / Speyer – Die Evangelische Kirche im Rheinland, die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau und die Evangelische Kirche der Pfalz haben Pfarrerin Sabine Richter (57) zur Beauftragten der Evangelischen Kirchen in Rheinland-Pfalz berufen. Richter tritt am 1. Januar 2027 die Nachfolge von Kirchenrat Wolfgang Schumacher an, der das Amt 2020 übernommen hatte und Ende dieses Jahres in den Ruhestand wechselt. Mit dem Amt ist auch die Leitung des Evangelischen Büros am Sitz der Landesregierung in Mainz verbunden.
Die Berufung gilt für zunächst acht Jahre. Die anschließende Wiederberufung ist möglich. Die Zuständigkeit für das Stellenbesetzungsverfahren wechselt zwischen den drei beteiligten Landeskirchen. Turnusgemäß war die Evangelische Kirche im Rheinland diesmal für die Wiederbesetzung zuständig.
Zuletzt Schulreferentin und Bezirksbeauftragte
Sabine Richter ist seit drei Jahren Schulreferentin und Bezirksbeauftragte im Gemeinsamen Evangelischen Schulreferat der Kirchenkreise An Nahe und Glan, Obere Nahe, Simmern-Trarbach und Trier. Gebürtig in Hachenburg im Westerwald, absolvierte sie zunächst eine Krankenpflegeausbildung und studierte im Anschluss Evangelische Theologie in Marburg, Bochum und Wuppertal. Nach einer ersten Pfarrstelle in Roxheim wechselte sie 2012 als Pfarrerin zur Stiftung kreuznacher diakonie (Skd). Dort war sie zunächst Mitglied der Geschäftsführung eines Rehabilitationszentrums und Seelsorgerin in der Wohnungslosenhilfe. 2016 übernahm sie die Referatsleitung „Diakonik – Ethik – Seelsorge“ und wurde vier Jahre später Theologische Vorständin der Skd. Richter ist verheiratet, hat zwei erwachsene Kinder und lebt in Hargesheim (Landkreis Bad Kreuznach).
„Kernbotschaft ist die Nächstenliebe“
„Die Kirche ist Teil der Gesellschaft. Ihre Botschaft ist immer auch politisch, denn sie hat unweigerlich Auswirkungen auf unser Zusammenleben. Ihr Kern ist die Nächstenliebe. Daraus erwächst der Auftrag, sich für Menschlichkeit, Dialog und die Sicherung der Lebensgrundlagen für alle Menschen einzusetzen. Diese Anliegen gemeinsam mit vielen anderen gesellschaftlichen Gruppen in die politische Diskussion einzubringen und ihnen dort Gewicht zu verleihen, treibt mich an.“
die künftige Beauftragte
Quelle: Evangelische Kirche im Rheinland, Evangelische Kirche in Hessen und Nassau und Evangelische Kirche der Pfalz






