Schweigen-Rechtenbach – Das Wetter meinte es gut: Pünktlich zur Eröffnung des Skulpturengartens 2026 unter dem Titel „frisch aufgestellt“ in Schweigen-Rechtenbach hörte der Regen auf. Die Sonne setzte die Kunstwerke von elf Künstlerinnen und Künstler im Gemeindepark besonders in Szene, begleitet von den Klängen der Band „MIRI IN THE GREEN“ aus Berg. Bereits zum zweiten Mal wurde der Skulpturengarten zeitgleich mit der Europatag-Feier am 5. Mai 2026 eröffnet.
Die deutsch-französische Jazzband der Kreismusikschule Südliche Weinstraße unter der Leitung von Yves Bender und Thomas Weiland gab bei ihrem Europakonzert im Anschluss an die Ausstellungseröffnung am fußläufigen Deutschen Weintor mehrere Stücke zum Besten, darunter die Europahymne. „Mit der Vereinigung beider Veranstaltungen – das Konzert am Europatag und die Eröffnung des Skulpturengartens – ist ein neues Highlight unseres Landkreises entstanden“, zeigte sich Landrat Dietmar Seefeldt in seinem Grußwort überzeugt.
Seefeldt bedankte sich herzlich bei Gudrun Zoller, die den Gemeindepark in unmittelbarer Nähe zur französischen Grenze jedes Jahr aufs Neue in eine wunderschöne Open-Air-Galerie verwandele.
„Kunst in einer Oase der Ruhe – das ist der von Ihnen geschaffene Skulpturengarten für mich.“
Landrat Dietmar Seefeldt

Vor dem Hintergrund des Europatags, der jedes Jahr am 5. Mai an die Gründung des Europarates im Jahr 1949 erinnert, und angesichts der weltpolitischen Lage sei es umso wichtiger, dass Europa geeint zusammenstehe und der Friedensgedanke der Europäischen Union weiterhin verbreitet werde, so Seefeldt weiter.
Europaabgeordnete Christine Schneider als Schirmherrin des Skulpturengartens ging auf das grenzüberschreitende Verbindende zwischen „hiwwe und driwwe“ ein:
„Mit dem Europatag feiern wir nicht nur eine Idee, sondern eine gelebte Wirklichkeit: ein Europa des Friedens, der Zusammenarbeit und der Verständigung über Grenzen hinweg. Kaum ein Beispiel steht dafür so eindrucksvoll wie die deutsch-französische Freundschaft. Was einst durch Konflikte getrennt war, ist heute durch Vertrauen, Respekt und gemeinsame Werte verbunden. Diese Partnerschaft ist zum Fundament Europas geworden – politisch, kulturell und menschlich. Sie zeigt uns, dass Versöhnung möglich ist und dass Zusammenarbeit stärker ist als Trennung.“
Christine Schneider

Zur Ausstellung
In der öffentlich zugänglichen Ausstellung sind Jahr für Jahr durch Gudrun Zoller aufmerksam kuratierte Skulpturen von Künstlerinnen und Künstlern zu sehen. In dieser Saison, die von Mai bis Oktober geht, sind mehr als 20 großformatige Skulpturen und Objekte aus Holz, Stein, Keramik und Stahl von Birgit Rehfeldt, Daniel Wagenblast, Eric Junod, Gabi Streile, Barbara Jäger, LILAU, Meggie Rochell, OMI Riesterer, Ralf Schira, Silvain Chartier und Uli Gsell ausgestellt. Simone Dietz, M.A. aus Karlsruhe führte versiert in die Ausstellung ein.
Erstmals wurde neben der Eröffnung des Skulpturengartens mit „PlakatWandKunst“ eine weitere Ausstellung eines deutsch-französischen Künstlerkollektivs am Deutschen Weintor eröffnet. Zu dem Kollektiv gehören Sabine Brand Scheffel, Rainer Braxmaier, Jean-Michel Dejasmin, Luc Demissy, Didier Guth, Peko Kawashima, Germain Roesz, Werner Schmidt, Marion Sautter, Eva Schaeuble, Jost Schneider, Benoît Trimborn, Mike Überall, Sylvie Villaume und Haleh Zahedi. Künstler Didier Guth aus Strasbourg stellte die „PlakatWandKunst“ vor.
Die gemeinsame Feier des Europatags im Landkreis Südliche Weinstraße wird unterstützt durch den Deutsch-Französischen Bürgerfonds, die Paul und Yvonne Gillet-Stiftung, den Tourismusverein Wein & Kultur Schweigen-Rechtenbach e.V., das Restaurant Deutsches Weintor sowie die Ortsgemeinde Schweigen-Rechtenbach.
Der Verein zur Förderung von Kunst und Kultur an der Südlichen Weinstraße e.V. und die Josef-David-Stiftung unterstützen den Skulpturengarten.
Quelle: Kreisverwaltung Südliche Weinstraße





