Bellheim – Wie entstehen Räume, in denen sich Gäste wohlfühlen? Welche Rolle spielen Architektur, Atmosphäre und klare Konzepte für die Zukunft des Gastgewerbes? Und wie können Betriebe den steigenden Anforderungen der Branche begegnen? Mit diesen Fragen beschäftigten sich rund 80 Teilnehmer bei der Veranstaltung „(Um)bauen für Gäste“ im Alten Sägewerk in Bellheim.
Gemeinsam mit der Architektenkammer Rheinland-Pfalz hatten die Tourismusvereine Südpfalz-Tourismus Landkreis Germersheim und der Verbandsgemeinde Bellheim Interessierte eingeladen, die im Gastgewerbe tätig sind oder in diesem Bereich aktiv werden möchten.
„Das Gastgewerbe steht aktuell vor vielfältigen Herausforderungen: steigende Anforderungen an Qualität und Wirtschaftlichkeit, veränderte Gästeerwartungen sowie der Druck, sich klar und zukunftsfähig zu positionieren. Als Akteure der Tourismusentwicklung möchten wir hier unterstützen – durch Vernetzung, fachlichen Austausch und praxisnahe Impulse aus Planung, Architektur und Förderung.“
Anette Kloos, Kreisbeigeordnete, bei ihrer Begrüßung
Auch Gerald Job, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Bellheim, griff in seinem Grußwort die Bedeutung gelungener Gastlichkeit auf. Unter der Leitfrage „Was haben Gastronomie und Architektur gemeinsam?“ stellte er heraus, dass beide gemeinsam Räume schaffen, in denen sich Gäste willkommen und wohlfühlen sollen.
Wie dies gelingen kann, welche Herausforderungen, aber auch Chancen für die Gastronomie bestehen und welche Potentiale der Tourismus für die Südpfalz bietet, erläuterte Anna Roeren-Bergs, Landesgeschäftsführerin DEHOGA Rheinland-Pfalz, in ihrem Vortrag. Prof. Carolin Seegmüller zeigte anschließend anhand konkreter Beispiele, wie Umbau- und Gestaltungskonzepte erfolgreich umgesetzt werden können und welche Faktoren bei der Planung zu beachten sind. Im dritten Fachvortrag informierte Jean Pascal Pilger von der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz über aktuelle Förderprogramme und Finanzierungsmöglichkeiten für Betriebe im Gastgewerbe.
„Wir möchten Netzwerke schaffen, motivieren und Lösungen aufzeigen.“
Eva Holdenried, Vorstandsmitglied der Architektenkammer Rheinland-Pfalz und Initiatorin der Reihe
Beim anschließenden Austausch in Dialogforen nutzten die Teilnehmer die Gelegenheit, individuelle Fragestellungen mit den Expertinnen und Experten zu diskutieren – von Modernisierungsvorhaben mit begrenztem Budget über die Entwicklung unverwechselbarer Betriebskonzepte bis hin zu Förderstrategien und branchenspezifischer Beratung.
Die Veranstaltung machte deutlich: Der Anpassungsdruck im Gastgewerbe ist hoch. Gleichzeitig bietet die bewusste Gestaltung von Räumen, Angeboten und Gastgeberqualitäten große Chancen, um sich langfristig erfolgreich und authentisch am Markt zu positionieren. Die kompakten Fachimpulse lieferten praxisnahe Einblicke in aktuelle Herausforderungen und zeigten zugleich konkrete Entwicklungsperspektiven für die Branche auf.
Weitere Informationen: www.suedpfalz-tourismus.de und www.diearchitekten.org/innenarchitektur
Quelle: Südpfalz-Tourismus Landkreis Germersheim e.V.





