Landau – Gleich vier auf einen Streich – es gibt sehr erfreulichen Nachwuchs bei den philippinischen Visayas Mähnenschweinen im Zoo Landau in der Pfalz. Am 17. Juni 2026 brachte eine erfahrene Mutter, die schon weitere fünf Würfe erfolgreich aufgezogen hat, ein männliches und drei weibliche Ferkel zur Welt. Die Jungtiere, die das für Wildschweine typische gestreifte Jungtierfell tragen, das der besseren Tarnung dient, entwickeln sich prächtig und erfreuen mit ihrer Niedlichkeit und Quirligkeit die Zoogäste.
Visayas Mähnenschweine zählen zu den bedrohtesten Schweinearten der Welt. Auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion (IUCN) sind sie in der höchsten Gefährdungskategorie „Vom Aussterben bedroht“ gelistet. Der Zoo Landau ist Teil des Europäischen Ex-situ-Programms (EEP), das unter anderem die Aufgabe hat, eine genetisch vielfältige, gesunde und demographisch stabile Reservepopulation in Menschenobhut aufzubauen. Das Zooteam freut sich sehr, mit dieser erneut gelungenen Nachzucht das Programm unterstützen zu können.

Ebenso erfreulich und wichtig ist die aktuelle Nachzucht bei den Braunkopfklammeraffen. Der jüngste Neuzugang wurde am 28. Juni geboren. Es ist bereits das achte Jungtier, das die erfahrene Mutter, die selbst 1990 im Zoo Landau geboren wurde, mit Gelassenheit und großer Fürsorge aufzieht. Sie trägt das Kleine gut geschützt an ihrem Bauch, und bisher ist es deswegen noch nicht gelungen, das Geschlecht des Jungtiers festzustellen. Anders als bei z.B. den kleinen Schweinen, die nach wenigen Lebenstagen einmal kurz in die Hand genommen werden, um das Geschlecht festzustellen und die individuelle Markierung vorzunehmen, wird das bei Affenbabys erst gemacht, wenn sie selbständig sind.
Auch die Braunkopfklammeraffen zählen zu den besonders bedrohten Arten. Ihr Lebensraum im kolumbianischen Regenwald schwindet. Die Art wird zudem lokal für den Verzehr und außerdem für den internationalen, illegalen Wildtierhandel bejagt. Die Bestandszahlen in der Natur sind rückläufig. Umso wichtiger, dass der Zoo Landau auch hier einen Beitrag zum Erhalt der Reservepopulation in Menschenobhut im Rahmen des EEP leistet. Die Art wird schon seit über 30 Jahren im Zoo Landau gepflegt. Mit nunmehr 16 Tieren lebt in Landau aktuell die größte Gruppe dieser Tierart in einem europäischen Zoo.
Auch im Vogelrevier gibt es Nachwuchs. Drei Mitte Mai geschlüpfte Abdimstörche haben ihr Nest verlassen und lernen nun ihre Umgebung der afrikanischen Freiflugvoliere kennen. Zwei weitere Küken sind noch nicht ganz so weit und beäugen die Welt noch vom sicheren Nest aus. In manchen Regionen ihrer afrikanischen Heimat gelten Abdimstörche als Glücks- und Regenbringer, da die Art den saisonalen Regenfällen folgend jährlich nach Süden zieht. Vielleicht beschert der Nachwuchs auch der Südpfalz ein wenig regnerische Erfrischung?
Erfreulicherweise gibt es außerdem Küken bei den Mexikanischen Stelzenläufern, den Roten Sichlern bzw. Ibissen, den Dolchstichtauben und den possierlichen Bantamzwerghühnern.
Quelle: Zoo Landau in der Pfalz





